Handle nie im Zorn -         oder aus Angst

 

 

  Channeling von TIO, einer nicht verkörperten Wesenheit,
mit der Silvie schon knapp 20 Jahre zusammenarbeitet,
der sich aus der SETH-Energie entwickelt hat
mit nun eigenem THEMEN-Schwerpunkt


in  z w e i  Teilen
einer Meditation und Botschaft

übermittelt von Silvie Katz im Juni 2008

www.silvie-katz.de

 Weitergabe zu kommerziellen Zwecken
nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin

www.silvie-katz.de/Silvie_Katz/Tio_2008/tio_2008.html

 

 

 

Silvie (fröhlich): So, Tio, was bist du am Grinsen? Ich spüre richtig deine heitere Energie.

 

Tio (lustig): Ich freue mich! Ich freue mich, dass ihr trotz Fussball hier erschienen seid! Ich bin auch trotz Fussball hierher gekommen und freue mich auf diesen Abend. Ich schmunzle aber auch, weil ich meine Drohung wahr gemacht habe und habe für heute eine neue Meditation mitgebracht. Diese hat einige Elemente, die genau so sind wie bei der alten, es gibt also auch den Heilungstempel, aber es gibt einen neuen Raum im Heilungstempel und eine neue Tätigkeit, die man dort ausüben kann, und es gibt auch eine ausführliche Entspannung am Anfang. Ein bisschen anders als bisher, aber auch mit Wasser. Nicht mit einem See, aber mit Wasser.

 

Danach gibt es den Vortrag: Handle nie im Zorn, aber auch nie aus Angst – der passt, glaube ich, sehr gut in diese etwas unruhige Zeit in diesem Frühsommer.

 

Seid ihr einverstanden, dass wir gleich mit der Meditation anfangen?

 

Silvie: Jaaaa.

 

Tio: Gut, dann macht es euch bequem, sucht euch eine Sitzhaltung, wo ihr es gut ein halbes Stündchen aushalten könnt. Ihr könnt euch ruhig anlehnen, wenn ihr möchtet. Ihr könnt euch auch nachher noch bewegen, aber spürt ruhig jetzt mal hin, wie euer Körper sitzen möchte. Und vergesst getrost alles, was ihr bisher darüber gehört habt, wie man zu sitzen hat. Lebensenergie fliesst immer dann, wenn der Körper einigermassen entspannt ist, egal ob ihr euch anlehnt oder nicht.  

Dann beginnt damit, dass ihr, so wie ihr es kennt, einfach auf euren Atem achtet, einfach euren persönlichen Rhythmus von Ausatmen und Einatmen wahrnehmt, ohne etwas zu verändern, ohne etwas zu bewerten. Wahrnehmen bedeutet, etwas für wahr nehmen: So ist es. Ihr könnt fühlen, dass ihr euch eurem Atem anvertrauen könnt, euch eurem Atem übergeben könnt. Er trägt euch. Euer Körper hat seine eigene Intelligenz, er weiss, wie man atmet. Und buchstäblich von eurem ersten Atemzug bis zu eurem letzten seid ihr von eurem Atem getragen.  

Es ist schön, loslassen zu können, es ist entspannend und befreiend. Es ist schön, Vertrauen haben zu können in die Weisheit und in die Funktionen eurer Körper. Und vielleicht könnt ihr mit einem kleinen Ausatmen eine tiefere Ebene der Entspannung erreichen und verstärkt wahrnehmen, wie gut ihr getragen seid.  

Wer möchte, kann, ebenso wie ihr es schon kennt, das Ausatmen nutzen, um damit alles abzugeben, was euch im Moment belastet. Wenn euch nichts belastet, dann geniesst es, „geatmet“ zu werden von eurem Körper, getragen zu sein, und wenn euch etwas gestört hat an diesem Tag, dann stellt euch vor, dass dies wie kleine graue Punkte mit dem Ausatmen euch verlässt und sich sofort vor Mund oder Nase in sprühendes weisses Leuchten auflöst, so wie das weiss-silberne Funkeln von Wunderkerzen, und rückstandslos verschwindet.  

Was ihr abgeben dürft, das kann nicht zu alltäglich sein. Das kann alles sein, der ganz normale Alltag mit seinen Störfaktoren, die sich zur Zeit ein bisschen zu häufen scheinen, und so könnt ihr Unruhe, Hektik, kleinere Ärgernisse, Aufenthalte – all das, was im Alltag heute gestört hat, auch die Sorgen, die sich kollektiv zur Zeit ein bisschen selbständig gemacht haben – all das ruhig ausatmen, abgeben, gehen lassen.  

Und natürlich könnt ihr auch grössere Inhalte ausatmen, das geht ganz genau so, und in dieser Zeit jetzt ist es erlaubt, in der Zeit des Übergangs zwischen altem und neuem Bewusstsein. Was immer aus der Vergangenheit noch da ist und stört, es darf abgegeben werden, es darf losgelassen werden. Auch dann, wenn es sich um grosse Sorgen, ernsthafte Beeinträchtigungen oder arbeitsintensive zwischenmenschliche Konflikte handelt.  

Atmet auch das einfach aus, wenn ihr es gehen lassen wollt, und stellt euch vor, wie es sich wie graue Punkte vor eurer Nase und vor eurem Mund versammelt. Und dann zündet eure gedachten Wunderkerzen an, steckt das in Brand, was ihr loslassen wollt und seht zu, wie es sich vollständig in sprühendes weisses Gefunkel auflöst.  

Und nun werdet ihr euch deutlich erleichtert fühlen. Die Muskelspannung hat nachgelassen. Vielleicht fühlt ihr euch ein bisschen schlaff im Körper, aber hellwach im Geist. Gut getragen vom Leben, sicher in euren Körpern, und könnt nun mit einigen Atemzügen in eine tiefe und gleichzeitig wache Entspannung sinken. Stellt euch vor, dass ihr wie eine kleine flaumige Feder, die auf dem Luftwiderstand zu Boden sinkt, in kleinen Bewegungen ganz sanft in die Entspannung segelt.  

In eurer inneren Wahrnehmung sitzt oder liegt ihr jetzt an einem Flussufer. Es ist ein warmer Sommertag, ein richtiger Hochsommertag, es ist angenehm, am Wasser zu sein, vielleicht im Halbschatten belaubter Bäume – und lasst dieses Bild innerer Ruhe vor eurer inneren Wahrnehmung entstehen. Das kann ein real existierender Fluss sein, an dem ihr euch da wiederfindet. Viele Menschen liegen gern am Rhein oder an der Erft, oder an irgendeinem Fluss, den sie mal im Urlaub besucht haben und wo es ihnen gefallen hat. Aber es kann auch einfach ein Fluss sein, der in eurer inneren Wahrnehmung existiert.  

Lasst den Fluss entstehen, gleichgültig ob gross oder klein, breit oder schmal. Langsam und gemächlich oder munter und schnell, und es muss auch nicht in jeder Meditation derselbe Fluss sein. Lasst das Ufer entstehen, sandig oder von Grass bewachsen, von Blumen bestanden oder weit und offen, wie ihr wollt, so wie es eben entsteht. Und dann nehmt euch selber wahr, wie ihr ganz entspannt am Flussufer sitzt oder liegt, und aktiviert nun eure inneren Sinne, vielleicht zuerst das innere Hören. Hört die Strömungsgeräusche des Wassers, schnell oder langsam, vielleicht ein Gurgeln von kleinen Strudeln, die sich an jedem Flussufer bilden, oder ein gleichmässiges Strömen. Vielleicht rauscht es auch an Stromschnellen, oder ihr hört die ganz kleinen Geräusche plätschernder Wellen und vielleicht sogar das eine oder andere Schiff vorüber tuckern. 

Entspannt euch, konzentriert euch auf eure akustische Innenwelt, und es ist so, dass jedes Geräusch, das ihr hört, zum Fest wird für eure Ohren, euch erfreut, und eine Atmosphäre von Entspannung, Sommer und angenehmer Erschlaffung breitet sich in euch aus.  

Jetzt konzentriert euch auf das innere Riechen. Wasser trägt meistens einen Geruch, und dieser kann sehr unterschiedlich sein. Vielleicht ist es diesmal der frische, etwas metallische Geruch eines noch jungen Flusses, der noch nicht breit ist und schnell über Steine und Stromschnellen springt. Oder es ist der schwerere, pflanzliche Geruch eines alten Flusses, der langsam fliesst und breit ist und in dessen Wasser viele Pflanzen wachsen.  

Und nun bemerkt ihr auch am Ufer Düfte und Gerüche: Den Duft von warmem Gras, auf das den ganzen Tag die Sonne geschienen hat. Vielleicht den Duft von Blumen oder von Steinen und Sand am Ufer, warm von der Sonne und auch ein bisschen metallisch. Weitet eure Nasenlöcher in eurer Vorstellung und erfreut euch an den Düften und Gerüchen eines Sommertages am Wasser.  

Und nun könnt ihr euer inneres Fühlen aktivieren und fühlt nun, wo ihr sitzt oder liegt, fühlt den Untergrund, die Wiese oder die Steine oder den Sand des Ufers. Vielleicht bemerkt ihr, wenn ihr auf einer Wiese liegt, dass das Gras ein bisschen federt, dass es eine federnde Unterlage ist, man liegt dort sehr gut. Wenn ihr auf einem glatten warmen Stein liegt, dann spürt, wie euer Körper Kontakt mit dem Untergrund hat, wie eure Sitzfläche, vielleicht auch eure Schulterblätter, wenn ihr liegt, mit dem Stein in Kontakt sind, wie die Wärme aus dem Stein in euren Körper strömt und euch angenehm entspannt.  

Und wenn ihr an einem Sandstrand sitzt oder liegt, dann spürt ihr die Wärme des Sandes und wie er sich um eure Körperkonturen schmiegt und euch richtiggehend ein bisschen festhält, so dass ihr es sicher und bequem habt.  

Ihr fühlt aber nun noch etwas anderes, ihr fühlt das Strömen des Wassers, es ist ganz nah. Und ihr fühlt, dass das Strömen des Wassers etwas in euch verändert. Der Fluss besteht aus Wasser, und auch euer Körper besteht zu siebzig bis achtzig Prozent aus Wasser. Ihr seid dem Fluss sehr verwandt, und es wird euch plötzlich ganz bewusst, dass auch ihr fliesst, dass auch ihr ständig in Bewegung seid. Dass nicht das Leben um euch herum sich bewegt, sondern ihr euch im Leben bewegt. Und dass ihr euch auch dem Fluss eures Lebens vertrauensvoll überlassen könnt. Wenn ihr Vertrauen habt und mitgeht, so wie Wasser sich ohne Widerstände von Stein zu Stein, von Flussbiegung zu Flussbiegung bewegt, mal langsamer und mal schneller, so könnt auch ihr das tun, und dann wird das Leben ziemlich sanft mit euch verfahren, euch von Ereignis zu Ereignis tragen – und haltet die Augen offen, so dass ihr merkt, was für ein Ereignis das jeweils ist. So werdet ihr die Bedeutung jeder Situation schnell und ohne Mühe erkennen, und so, wie das Wasser eins Flusses manchmal vor einem Stein eine Weile zum Stillstand kommt, seine Geschwindigkeit verlangsamt, für eine kleine Weile anhält und dann weiter fliesst, rasch an dem Stein vorbei, so werdet ihr es auch mit jeder Lebenssituation automatisch richtig machen: Dort anhalten und so lange bleiben, bis die Situation erkannt ist und gemeistert, bis sie ihre Früchte getragen hat und ihr geerntet habt, und dann weiter fliessen zum nächsten Lebensereignis, voller Vertrauen. So wie der Fluss nicht nachdenkt über seine Bahn, so könnt auch ihr voller Vertrauen von Ereignis zu Ereignis fliessen und immer erkennen, was es euch sagen will.  

Vielleicht ist das neu, aber es ist das Vorgehen des neuen Bewusstseins: Nicht blind sich treiben lassen, sondern offen und wach mit der Energie zu gehen, so wie ein Fluss, der ebenfalls seine Intelligenz hat, seinem Lauf folgt. Das ist ein müheloses sich vorwärts Bewegen, ein müheloses Erkennen, ob man anhalten oder weiter fliessen will. Und wenn ihr das spielerisch übt, eine Weile der Fluss seid oder für eine Weile die fliessende Energie des Flusses auf euch wirken lasst, die Verwandschaft spürt – auch ihr seid Wasser, und ein Grossteil des Lebens ist Fliessen – dann werdet ihr das bald können und dann merken, wie viel Mühe es erspart.  

Konzentriert euch noch einmal auf das Fliessen eures Flusses, spürt das Fliessen auch in euch und fühlt, dass ihr euch dem Fluss des Lebens anvertrauen könnt, und dass er euch immer in der richtigen Geschwindigkeit tragen wird, von Biegung zu Biegung, von Stein zu Stein, und dass die Geschwindigkeit immer richtig ist, wenn ihr euch tragen lasst, mit offenen Augen und wachen Sinnen.  

Und dann lasst das Bild des Flusses langsam gehen, lasst es kleiner werden, am Rand eurer Wahrnehmung verschwinden. Ihr könnt jederzeit hierher zurückkehren, an diesen inneren Ort, jetzt aber geht ihr weiter auf eine andere Ebene der inneren Wahrnehmung: In euer Herz nämlich.  

Geht in eure Herzmitte, dies ist das Energiezentrum in der Mitte eurer Brust, euer Herzchakra. Wer möchte, kann eine Hand auf die Mitte seiner Brust legen und es auf diese Weise deutlicher spüren oder einfach sich mental darauf konzentrieren. Dies ist ein besonderer Ort in euch, der zunehmend immer wichtiger wird: Eure Herzmitte. Der Ort, an dem ihr reinen Herzens seid. Hier wisst ihr nämlich, dass ihr Aspekte des Göttlichen seid. Jeder von euch ist ein anderer Aspekt, aber jeder ist göttlich: Eine Verwirklichung all dessen, was ist, und in diesem Bewusstsein kann man nur reinen Herzens sein. Wissend, dass man ein Aspekt des Göttlichen ist, hat man niemals Angst, ist man niemals voller Zweifel und man muss sich auch nicht mit Polaritäten herumplagen. Euer Herzzentrum weiss das.

Deshalb rate ich euch, oft dorthin zu gehen. Ihr wisst, das ist der Ort, an dem alle Polaritäten und Gegensätze überwunden sind. Hier könnt ihr jederzeit tiefe Heilung erfahren, wenn etwas in eurem Leben nicht heil und ganz ist. Geht in euer Herz, bittet um Heilung und öffnet euch dafür. Und es ist kein Widerspruch, gleichzeitig zu wissen, dass ihr schon immer heil und ganz wart. Hier in eurem Herzen wisst ihr, dass beides wahr ist und zugleich existieren kann. Und hier könnt ihr immer schauen, was ihr wissen müsst, um euch weiter zu entwickeln, mehr zu wissen, mehr zu können, mehr zu erkennen. Und ihr werdet die Information, die ihr für den nächsten Schritt im Leben braucht, sofort bekommen oder einfach wissen, was richtig ist, wohl wissend, dass ihr schon immer perfekt wart – und hier im Herzen ist das kein Widerspruch. Hier, an diesem inneren Ort, ist jede Polarität überwunden, hier ist das neue Bewusstsein schon lange zu Hause.  

Und wenn die Stürme dieser Übergangszeit euch dann und wann immer noch beuteln, dann rate ich euch, hierher zu gehen, in eure Herzmitte, zentriert euch dort und bleibt einfach eine Weile in eurer Herzmitte, kommt bei euch selber wieder an und dann geht wieder hinaus ins Leben, gestärkt und ausbalanciert und tut dort das Richtige.  

Eure Herzmitte, euer Allerheiligstes, könnt ihr euch wie einen Tempel vorstellen. Lasst den Tempel so vor eurem inneren Auge, in eurer inneren Wahrnehmung entstehen, wie er eben heute entsteht. Auch er muss nicht in jeder Meditation gleich aussehen. Klein oder gross, prächtig oder einfach, so wie der Tempel diesmal entsteht, ist er für diesmal richtig.  

Ihr fühlt euch dort schon zu Hause, und mit einem einzigen Atemzug seid ihr in eurem Tempel, in eurem Allerheiligsten, und ihr erkennt ihn wieder, diesen Ort voller Licht, an dem ihr doch immer so gerne seid, der so erholsam und heilsam auf euch wirkt.  

Wenn ihr euch nun in eurem runden Tempelraum umschaut, der voller Licht ist, dann bemerkt ihr die liebevolle Präsenz vieler Wesenheiten, eurer persönlichen Schutzgeister und Schutzengel, eure Berater und Begleiter, die jetzt keinen Körper haben, Freunde und Geliebte aus anderen Leben, die jetzt nicht im Körper sind, eure Ahnen, diejenigen von ihnen, die gesund waren oder schon geheilt sind, diejenigen von ihnen, die keine Schmerzen oder Entwicklungsprobleme mehr haben – auch sie sind hier und können euch stärken, und auch die Vielen von eurer Seelenfamilie, die nicht mehr inkarnieren – sie alle sind hier als Lichter, ihr könnt sie als Gesamtheit wahrnehmen oder auch den einen oder anderen in einer Gestalt deutlicher sehen und spüren, wie sie alle euch Liebe und Heilung schicken, jederzeit. Ihr spürt auch ihr liebendes Interesse daran, dass es euch gut gehen möge in dieser Zeit des Übergangs und überhaupt jederzeit. Und so ist dies auch ein Heiligtum, wo ihr Liebe und Verbundenheit spüren und auftanken könnt, wann immer ihr wollt.  

Und dann bemerkt ihr, an diesem Ort voller Licht, dass eure wohl vertrauten beiden Tempeldiener oder Tempeldienerinnen, zwei heitere Lichter, sich euch nähern. Sie berühren euch ganz sanft an den Ellenbogen und bedeuten euch, euch vorwärts zu bewegen in einen neuen Raum.  

An der gegenüber liegenden Tempelwand bemerkt ihr nun eine Tür, über der steht „Heilungsraum“ geschrieben.  

Diese Tür zieht euch auf eine angenehme Weise an. Da ist etwas Freundliches, Angenehmes dahinter, und so geht ihr gerne dorthin, vielleicht mit einem Lächeln, und wie ihr durch die Tür des Heilungsraumes tretet, empfängt euch ein Raum voller Duft, und parfümiert mit einem Duft, der eurem Herzen wohl tut und dem ihr sofort anspüret, dass er selbst schon heilsam ist. Vielleicht ist es ein Duft nach Rosen oder anderen Blüten oder irgendetwas anderes, Heilendes, was euch spontan in den Sinn kommt und das ihr mit eurem inneren Geruchssinn wahrnehmen könnt.  

Der Raum ist von Licht in einer angenehmen Farbe erfüllt, vielleicht ist es Rosa oder Gold oder eine andere Farbe, die ihr ebenfalls als heilsam empfindet. Eure Seele weiss, was ihr heute braucht, und diese schöne Heilfarbe empfängt euch. Vielleicht könnt ihr auch eine sehr schöne leise Musik hören, die euch entspannt, eine, die man nur mit den inneren Ohren hören kann, eine Musik, die die Melodie eurer Seele ist, die nur euch gehört und die nur hier, in eurem heiligen, reinen Herzen, wahr­genommen werden kann.  

Ihr merkt auch, es sind viele Engel anwesend. Engel verstehen sich sehr gut auf Heilung. Nicht nur sie, aber Engel sind nun mal „die“ Heiler im Universum. Ihr spürt die liebevolle, heilende Anwesenheit vieler Engel hier. Vielleicht könnt ihr sie als Lichter sehen oder sogar in ihrer engelhaften Gestalt. Ihr fühlt euch in Liebe angenommen – auch das ist eine Spezialität von Engeln: Alles, was lebt, in bedingungsloser Leibe anzunehmen, und das allein ist ungeheuer heilsam für den, der es erfährt. 

Wenn ihr nun diesen Raum betretet, werdet ihr von einer Liege eingeladen, die mit kostbaren Stoffen und weichen Kissen bedeckt ist. Ihr streckt euch entspannt darauf aus. Dort liegt ihr weich, euer Körper fühlt sich geschmeichelt von der Unterlage und von den Stoffen, und ihr könnt euch dort ausstrecken so wie ihr möchtet. Und vielleicht werdet ihr, wenn ihr an euch hinunter blickt, sehen, dass ihr ein einfaches, aber kostbares Gewand aus reinem Licht ragt, das bis zu euren Knöcheln reicht. Auch dies fühlt sich schon heilsam an auf eurer Haut.  

Nun hört ihr die Stimmen eurer Engel in euch sprechen, die euch sagen: „Bitte formuliert einen Wunsch nach Heilung, ganz still in eurem Herzen. Formuliert etwas, das geheilt werden soll in eurem Körper, eurer Psyche oder in eurem Leben. Denn wir brauchen einen Wunsch, damit wir aktiv werden können.“ Und das, was ihr geheilt haben möchtet, wird euch in den Sinn kommen, sofort oder wenn ihr ein paar Augenblicke wartet. Dann werdet ihr es wissen. Das kann etwas für euch sein oder etwas für die Welt, aber nicht für eine andere Person.  

Und wenn ihr wisst, für welchen Bereich eures Körpers, eurer Psyche oder eures Lebens ihr Heilung erbittet, dann beginnen die Engel mit ihrer Arbeit, denn was ihr wisst, das wissen sie auch. Nun könnt ihr euch vertrauensvoll auf eurem Heilungsbett ausstrecken, und ihr bemerkt, dass die Hände der Engel eure Aura berühren. Eine unglaublich liebevolle Berührung ist das, die als solche schon heilsam ist. Aus den Händen der Engel strömt reine Liebe in euer Energiefeld. Es ist gleichgültig, wie viele Engel es sind. Sie wissen selbst, in welcher Anzahl sie euch heilen müssen. Wichtig ist, dass Liebe, reine Leibe in euer Energiefeld strömt. Ihr bemerkt, dass reine Liebe imstande ist, jede Blockade zu lösen – jetzt, oder nach mehreren Wiederholungen – ihr spürt aber schon jetzt die wohltuende Wirkung dieser reinen Liebesenergie. Vielleicht bemerkt ihr, dass eure Aura wächst – ihr werdet kraftvoller. Wenn ihr Zweifel hattet, dann werdet ihr anfangen, darüber zu lächeln, denn diese Zweifel machen sich davon, ganz gleich, auf was sie sich bezogen haben und machen Vertrauen Platz. Ein gutes Gefühl, das auf der Basis von Liebe wächst: Vertrauen.  

Wenn ihr Schmerzen hattet, im Körper oder in der Psyche, dann werdet ihr bemerken, wie diese Schmerzen nachlassen, jetzt schon, weil liebevolle Energie aus den Händen der Engel in diesen Bereich fliesst – im Körper oder im Energiefeld. Geniesst das eine Weile. Lasst die Engel tun, was sie für richtig halten, denn sie wissen, wo und wie sie euch heilen können. Fühlt euch geborgen – und für so manch einen ist das eine Art von Liebe, die er bisher nie erlebt hat: Bedingungslos angenommen zu sein. Der Grund zur Freude anderer Lebewesen zu sein. Willkommen zu sein, geliebt zu werden, einfach nur, weil man da ist. Man muss nichts dafür tun, nur da sein. Bedingungslose Liebe.  

Viele Menschen haben dies von anderen Menschen noch nie erfahren. Nun könnt ihr es von den Wesen des Himmels erfahren, und dann wisst ihr, wie bedingungslose Liebe sich anfühlt. Wie viel das heilt, wie gut das tut. Und ihr könnt diesen Heilungsraum und eure heilenden Engel so oft besuchen, wie ihr wollt, wann immer ihr das Bedürfnis danach habt, euch bedingungslos geliebt zu fühlen, die heilende Wirkung zu verspüren auf alles, was in euch nicht heil und ganz ist. Das könnt ihr so oft wiederholen, wie ihr wollt, und ihr werdet jedes Mal ein Stück heiler und ganzer aus diesem Heilungsraum heraus gehen. Ein Stück gelassener und vertrauensvoller, und ihr werdet jedes Mal mehr Liebe annehmen können, von Mal zu Mal.  

Und dann werdet ihr bald sehen, wie sich auch in eurem äusseren Leben die Dinge immer schneller harmonisieren und glätten und zum Guten entwickeln. Geniesst die Liebe eurer Heilungsengel noch ein Weilchen, und macht euch ganz bewusst, dass ihr jeder Zeit auch allen, auch ohne meine Stimme, an diesen inneren heiligen Ort zurück kehren könnt, das ist in innerer Ort, dort findet ihr jederzeit hin. Es ist keine weite Reise, es ist nur ein Gedanke, in euren eigenen inneren Tempel, euer Allerheiligstes, euer reines Herz, zu sinken und dort eine Weile zu bleiben.  

Nun, vielleicht möchtet ihr jetzt gar nicht wieder dort weggehen, aber es warten interessante Dinge auf euch an diesem Abend und an allen anderen Tagen, wenn ihre euren Heilungstempel besucht habt. Wie euch dies jetzt klar wird, da wollt ihr auch gerne wieder zurück in den Tag. Bedankt euch bei euren Engeln, sie heilen euch gern, sie freuen sich, wenn es euch besser und immer besser und bald richtig gut geht. Und sie winken euch nach und sagen: „Ja, natürlich, kommt zurück, wann immer ihr wollt, wir sind für euch da und wir heilen das, was geheilt werden kann, wann immer ihr uns braucht!“ 

Mit neuer Zuversicht und einem neuen Gefühl, heil und ganz zu sein und der Gewissheit, sich geliebt zu fühlen, kehrt ihr nun in diesen Abend zurück, und ihr beginnt damit, dass ihr dreimal ganz rund atmet. Atmet ganz aus und lasst die  Luft beim Einatmen von allein wieder einströmen.  

Dann könnt ihr euch recken und strecken wie morgens beim Aufwachen, ballt ruhig die Hände zu Fäusten, öffnet sie wieder, streckt die Beine, spannt die Muskeln an, lasst sie wieder locker, dehnt eure Brust und dann, in eurem eigenen Tempo, kommt zurück in diesen Abend, macht die Augen auf und seid hier und seid gesegnet.  

Ich danke euch, ich hoffe, das war eine schöne Meditation! Ihr könnt sie auch allein machen, ich werde sie aber auch einige Monate lang hier vorstellen, wenn wir Vortrag haben. Und ich denke, es ist an der Zeit zu wissen, wo die Heilungsquelle im eigenen Inneren ist. Das kann man brauchen. Denn was da im Moment zum Tanz aufspielt, ist nicht die erste allgemeine Verunsicherung in der Welt. Es kommt immer mal wieder, immer dann, wenn es einen wichtigen Schritt nach vorne geht, auch im Kollektivbewusstsein, dann wehren sich die alten Reaktionsmuster. Das geschieht gerade jetzt, deswegen gibt es zur Zeit so viel Wirbel in der Welt. Die Botschaft ist: Fallt nicht drauf rein! Es geht ins neue Bewusstsein, es wird alles gut, und die Verunsicherung im Moment ist nur eine Phase, wo sich die alten Reaktionsmuster nochmal wehren, und wenn ihr da nicht drauf reinfallt, dann werdet ihr unbeschadet durch diese Zeit kommen. Was dabei sehr hilft, ist, euch ab und zu in eurer Herzmitte zu zentrieren: Wann  immer ihr merkt, ihr bekommt Angst, ihr werdet unsicher oder konfus, zentriert euch im Herzen, und ihr könnt auch so oft ihr wollt, eure Engel der Heilung bitten, euch bedingungslose Liebe in euer Energiefeld zu schicken. Denn das ist das, was im besten und am effektivsten heilt.  

So , ich würde gerne sofort mit dem Vortrag weitermachen, aber ich höre hier Protest von der Silvie.

 

Silvie: Mir ist kalt und ich will mir eben die Winterjacke anziehen. (Silvie holt die Jacke und zieht sie an, dann geht es sofort mit dem Vortrag weiter).

 

(Tio sprach während des gesamten Vortrags sehr langsam und mit klarer Stimme, so dass man dem Inhalt gut folgen konnte.)

 

Tio: Dann kommen wir jetzt zu unserem Vortrag für heute, den ich genannt habe:
 
„Handle nie im Zorn – oder aus Angst.“

 

 Ich finde, er passt jetzt in diese Zeit, weil gerade in den letzten Monaten allerhand los war in der Welt, was sehr verunsichernd gewirkt hat. Viel Zorn und vor allem auch sehr viel Angst in den einzelnen Menschen entsteht. Man muss ein bisschen aufpassen in dieser Zeit jetzt, weil, verstärkt seit dem Beginn des Jahres 2008, ein wenig aber schon seit Beginn des Jahres 2007, die kollektiven Gedankenmuster – also das, was das Massenbewusstsein glaubt, was diese Menschheit hier glaubt – in Bewegung zu kommen beginnt. 2007 hat das ganz, ganz langsam angefangen, jetzt seit Beginn des Jahres 2008 hat sich diese Bewegung wesentlich beschleunigt. Davor haben sich Persönlichkeiten verändert, hat jeder Mensch sich allein verändert oder in einem kleinen Zusammenschluss mit Anderen und die Veränderungen sind (betont) in den Menschen geschehen. Das heisst, Menschen haben Energiearbeit gemacht oder psychologische Arbeit gemacht, um das, was sie gehindert hat sich zu entfalten, zu finden und es aufzulösen. Das geht auch noch weiter. 

Inzwischen hat diese Arbeit von Menschen eine Umgebung geschaffen, hat sozusagen ein umrahmendes Kraftfeld geschaffen, in dem es verstärkt seit dem Beginn des Jahres 2008 möglich ist, dass sich das, was ich „virtuellen Speicher“ nennen möchte, also die kollektiven Kraftfelder in der Atmosphäre der  Erde, die sich nicht direkt in den Menschen befinden, sondern um euch herum – dass die nun ganz hübsch in Bewegung gekommen sind. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass so viele Menschen schon den neuen Emotionalkörper haben und damit auch eine raschere persönliche Entwicklungsgeschwindigkeit möglich ist. Dieser versetzt euch  ausserdem in die Lage, euch gegen Wirbel und emotionale Stürme im Äusseren wirkungsvoller abzugrenzen und eben nicht drauf rein zu fallen. 

Es wird sehr gut helfen zu wissen, was sich da im Moment abspielt, und ihr könnt euch kollektive Kraftfelder – also das, was das Massenbewusstsein fühlt und denkt – so vorstellen wie feinstoffliche Wolken in der Atmosphäre der Erde. Man kann sich die Erdatmosphäre vorstellen als Aura der Erde. Sie ist nicht nur eine Lufthülle, sondern sie ist auch ein riesiger Datenspeicher. Sie ist ein virtueller Speicher, das heisst, er braucht keine Hardware, keine Personen, in denen die Informationen gespeichert sind, und auch kein Archiv, in dem aufgeschrieben ist, was sich dort drin befindet. Das ist ein feinstofflicher Speicher, so wie Informationen über Personen sich auch in deren Aura finden lassen, so findet man Informationen über „die Menschheit“ in der Atmosphäre der Erde.  

Ich brauche euch ja keinen langen Wiederholungsvortrag darüber zu halten, dass  gerade zehn- bis zwölftausend Jahre Menschheitsgeschichte zu Ende gehen, jetzt gerade in diesen Jahren, die geprägt waren von Mangeldenken, von Vereinzelung, von verschärfter Polarität, von wirklich anspruchsvollen Erfahrungen, die man auf anderen Planeten nicht machen konnte, die nur hier auf der Erde möglich waren und die, wenn man sie zusammenfassend betrachtet, negative Zukunftserwartungen geschaffen haben. Nicht nur die Menschen als Personen, nicht nur ihr, Inkarnation für Inkarnation, habt eure schweren Erfahrungen gemacht, die jetzt zu Ende gehen. Das Massenbewusstsein hat sich ebenfalls gemerkt, wie schwierig das war. Im virtuellen Speicher sind die entsprechenden Erinnerungen auch drin. Man sieht das sehr deutlich in der Aura der Erde. Diese Kraftfelder als solche beinhalten: Die Erwartung, dass nicht genug zu Essen da ist für alle; die Erwartung, dass nicht genug Energie da ist, um ein zivilisiertes Leben zu leben, also elektrischen Strom und die Energie, aus der er gewonnen wird; die Befürchtung, dass es nicht genug Arbeit für alle gibt, um anständig davon zu leben; und viele andere negative Erwartungen ebenfalls. Sie sind dort in der Atmosphäre der Erde gespeichert und dank eurer Vorarbeit und der Vorarbeit sehr vieler anderer Menschen auch, die bewusst ins neue Zeitalter gehen, ist die Umgebungsenergie nun genug aufgeweicht, damit diese kollektiven Kraftfelder nun in Bewegung kommen und anfangen, sich umzustrukturieren. Und das gibt dann ziemlich ungeordnete Bewegungen innerhalb dieser Kraftfelder.  

Das ist auch ein Grund dafür, dass die Atmosphäre der Erde im Moment so unruhig ist. Sie ist unruhig, weil die Klimaerwärmung auf physikalischer Ebene auch Unruhe macht – das ist der physikalische Aspekt. Aber das ist nicht so viel. Das macht nicht so viel Unruhe, wie man gegenwärtig in der Atmosphäre der Erde feststellen kann; der Hauptgrund der gegenwärtig bestehenden Unruhe kommt daher, dass da einfach inhaltlich – massenpsychologisch – ganz viel in Bewegung gekommen ist. Das geht noch eine Weile so weiter. Ich denke, ihr müsst noch mit ein paar Monaten verstärkter Bewegung in der Erdatmosphäre rechnen. In den Denkmustern und in den Empfindungsmustern des Massenbewusstseins ebenso. Da ist es ganz wichtig, eben nicht drauf rein zu fallen, sondern zu wissen, was da passiert.  

Da strukturiert sich nämlich in einer neuen Grössenordnung etwas um. Nun beginnen  nicht nur einzelne Personen ins neue Bewusstsein zu gehen, Schritt für Schritt und immer schneller, mit ein bisschen Hin und her, wie ihr das alle kennt, aber im Grossen und Ganzen recht zufriedenstellend – nein, allmählich wird dies zur Massenbewegung.  

Und  bevor grosse Mengen von Menschen tatsächlich im neuen Bewusstsein ankommen, muss sich erst einmal der virtuelle Speicher verändern, muss sich das Massenbewusstsein selbst verändern. Und das ist nun mal mit Unruhe verbunden. Das ist ein gutes Zeichen. Es ist nur nicht gut, wenn man es fehlinterpretiert und sich von der gegenwärtigen Unruhe Angst machen lässt oder zornig wird darauf, dass sich die Veränderung so langsam bewegt.

Zugegeben, manches könnte schneller gehen, aber der Kosmos ist sehr froh, dass es überhaupt geht und ist mit den Entwicklungsprozessen der Erde ziemlich zufrieden. Es gibt nicht gerade die Note Eins dafür, aber Drei plus, nun ja, manchmal sicher auch Zwei minus. Wenn man berücksichtigt, dass gegenwärtig ein Aufstieg geschieht aus sehr finsteren Abteilungen des Massenbewusstseins, aus der Erinnerung an sehr schwere Erfahrungen, dann läuft das ganz gut. Wir nehmen an, dass es in Zukunft sogar immer besser läuft, und je weniger Menschen sich verunsichern lassen, desto besser und problemloser funktioniert das und desto mehr Menschen kommen auch desto müheloser nach und wachsen in neues Denken und neues Empfinden hinein.  

Da gibt es einen ganz bestimmten Aspekt beim Übergang vom alten Bewusstsein ins neue Bewusstsein.  Bisher bin ich darauf noch nicht so ausführlich eingegangen, weil dieser Aspekt bisher noch nicht willens war, sich eingehend betrachten zu lassen. Aber jetzt ist er willens, und man kann das, was ich euch gleich darstelle, genau anschauen und die Struktur verstehen. Auch das trägt sehr dazu bei, dass ihr Umwege und Kraftverlust vermeidet und nicht auf die gegenwärtige Verunsicherung hereinfallt, sondern im Gegenteil euch darauf besinnt, dass all diejenigen, die bewusst in das neue Zeitalter gehen, ja die Zugpferde sind für all diejenigen, die das noch nicht bewusst tun und dass das dabei hilft, dass sich die kollektiven Kraftfelder schneller verändern.  

Was nämlich kaum einem Menschen auffällt, weil alle es für normal halten, was aber im Kosmos eine ziemlich ausgemachte Spezialität ist, das ist die ausgeprägte Emotionalität auf diesem Planeten.  

Die Kulturgeschichte dieser Menschheit während der letzten zehn- bis zwölftausend Jahre war geprägt von extremen Emotionen. Jetzt werdet ihr euch vielleicht  wundern, weil ihr meint, das geht doch. Sind denn eure Gefühle wirklich so extrem? Ja! Das merkt ihr nur nicht, weil ihr euch daran gewöhnt habt, viele, viele Leben lang, und weil das eine Wahl dieser gesamten Inkarnation Menschheit war. Das bedeutet, allen geht das so, alle fühlen so intensiv. Das war eine sehr gefühlsintensive Entwicklungsperiode, und die geht nun ebenfalls dem Ende zu. Die Gefühle, die die einzelnen Menschen jetzt haben und die auch das Massenbewusstsein jetzt noch hat, werden eine ganze Menge von ihrer Dramatik verlieren. Wahrscheinlich, nachdem sie sich noch einmal oder mehrfach kräftig gewehrt haben, aber dann werden sie viel von ihrer Dramatik verlieren, einfach weil diese Dramatik und diese übertriebene Emotionalität nicht mehr benötigt wird.  

Diese war nämlich für etwas gut, und man konnte mit dieser starken Emotionalität, die es so nur hier auf der Erde gab, sehr rasch wachsen. Das war das Gute daran, und deswegen hat sich diese Menschheit, von der ihr ein Teil seid und in der ihr eure siebzig bis achtzig Inkarnationen hattet, einen so gefühlsbetonten Entwicklungs­abschnitt der Seele ausgesucht.  

Erinnert euch bitte daran: Diese Erde ist ein Planet verschärfter Polarität. Und alles, was hier auf der Erde in den letzten zehn- bis zwölftausend Jahren geschehen ist, geschah innerhalb einer sehr straff gespannten Spanne von Polarität, und das war natürlich auch mit den Gefühlen so, und dieses Konzept ermöglicht sehr rasches und sehr tiefgreifendes Wachstum, so dass ihr die ganze Gefühlsspanne kennen gelernt habt von bedingungsloser Liebe bis zu abgrundtiefem Hass. Jeder Mensch hat das erfahren. Vielleicht nicht in dieser aktuellen Inkarnation jetzt – da sind allerhand Menschen schon aus diesen Extremen heraus gewachsen, aber erfahren hat man es, in anderen Leben ganz bestimmt. Euer Energiefeld trägt die Erinnerung daran, ihr kennt Extreme von Gefühlen, ihr kennt persönliche Dramen, und eure feinstofflichen Körper können sich noch daran erinnern.  

Ihr kennt auch das Spektrum der straff gespannten Polarität zwischen hoch fliegendem Optimismus und abgrundtiefer Verzweiflung, weil anscheinend gar nichts geht, und ihr werdet ebenfalls die ausgeprägte Spannung kennen zwischen Zorn, der sich ausdehnen möchte, der sich etwas aneignen möchte, und Angst, die sich am liebsten hinter dem Schrank versteckt und jegliche Hoffnung auf positive Entwicklung aufgegeben hat. Das ist ein besonderer Aspekt der Gefühlsintensität auf diesem Planeten. Und man kann mit allen Gefühlen, weil sie stark polarisiert sind – ich muss mich korrigieren, man (betont) konnte bisher – sehr gut und schnell und tiefgreifend wachsen, tiefe Erkenntnisse tun und intensive wachstumsbetonte zwischenmenschliche Beziehungen eingehen. Da konnte man wirklich viel mit erleben, Abenteuer aller Art, und sehr viel dabei erkennen. Und das kann man in besonderem Masse, wenn man die Gefühle Zorn und Angst erfährt.  

Diese habt ihr sicher alle am eigenen Leibe zu genüge erfahren, und sicher auch noch in diesem eurem Leben, wenn auch vielleicht schon etwas entschärft. In anderen Leben werdet ihr diese beiden Gefühle sehr viel extremer kennen gelernt haben, denn das ist etwas, woran kein Mensch in seiner Entwicklung vorbei gekommen ist: Angst und Zorn haben alle erfahren, und zwar gründlich.  

Und wisst ihr warum? Aus Angst und Zorn wurde etwas geboren, was man früher Karma genannt hat. Ich sage mit Absicht, da ist etwas draus geboren, was man (betont) früher Karma genannt hat. Ihr werdet euch vielleicht dran erinnern, „Karma“ ist ein altes Modell, ebenfalls sehr schnell zu wachsen.  

Nun aber in dieser Zeit, die jetzt beginnt und die für viele von euch jetzt begonnen hat, ist es absolut unnötig, sich auf Grund alter Reaktionsmuster und auf Grund alter Gefühle, die euch vielleicht aus dem Massenbewusstsein heraus überfluten und für die noch einige Erinnerungen in eurem eigenen Energiefeld leben – hinein ziehen zu lassen in Karma-Strukturen, die niemand hier mehr braucht, und bei denen man nichts mehr lernt ausser der Tatsache, dass es Umwege gibt. Aber man muss die Umwege ja nicht gehen. Deshalb möchte ich euch heute empfehlen, dass ihr niemals, wenn es irgend geht, im Zorn handelt und auch nie aus Angst. Was dabei heraus kommt, ist zwar kein Karma mehr, denn dies ist ein Auslaufmodell und inzwischen abgeschafft. Was jedoch bei Handlungen aus Angst und Zorn heraus kommt, ist das Ersatzmodell: Sofortiger Verdruss. Und das ist auch ärgerlich genug. Das kann man sich in den allermeisten Fällen schenken, indem man sich darauf schult zu merken, wann man im Begriff ist, auf das Massenbewusstsein herein zu fallen, das sich teils ganz entsetzlich fürchtet, andererseits aber auch sehr, sehr wütend werden kann – und dann eine Kurzschlusshandlung in einer dieser beiden Energien zu begehen und sich sofortigen Verdruss einzuhandeln. Meistens lässt sich der Verdruss zwar korrigieren, aber nicht immer, und ein Umweg ist es allemal.  

Denn das Lernen über das, was man früher Karma genannt hat, das Lernen aus Angst und Zorn und anderen Gefühlen heraus, ist absolut überholt und das soll es bald nicht mehr geben und wird es auch bald nicht mehr geben.

Jetzt, wo immer mehr Menschen ihren neuen Emotionalkörper haben, kann man sich das auch abgewöhnen – jetzt erst. Früher ging das nicht, denn ihr werdet euch erinnern, dass der alte Emotionalkörper, den die Menschen bis ca. Anfang 2008 hatten, war darauf geeicht, Situationen zielsicher aufzufinden, in denen man Karma schaffen konnte. Das heisst, dieser alte Emotionalkörper war darauf geeicht, ängstlich zu sein oder Zorn zu empfinden. Wenn es irgendwo eine Gelegenheit gab, sich zu fürchten, hat er sich gefürchtet, und wenn es irgendwo eine Gelegenheit gab, wütend zu werden, wurde er wütend: Der alte Emotionalkörper und mit ihm auch seine Besitzer, die Menschen. Manche haben mehr zum Ängstlichsein geneigt, andere mehr zum Wütendwerden – das ist eine persönliche Wahl, dass man da Schwerpunkte setzten kann, aber alle Menschen werden beide Gefühle kennen. Und diese waren die wichtigsten Komponenten des alten Emotionalkörpers. Sich das Angsthaben und Zornempfinden mit dem alten Emotionalkörper abzugewöhnen, war fast unmöglich. Das war ja gerade dessen Arbeitsprinzip, Situationen zu finden, in denen ihr wütend werden oder Angst empfinden konntet. Aber das ist vorbei, und der neue Emotionalkörper hat dafür eigentlich gar keine Rezeptoren mehr.  

Bevor ihr jetzt viele Fragezeichen produziert, werde ich euch das näher erklären, und ich denke, die Fragezeichen werden sich erledigen. Manche von euch werden schon manchmal gedacht haben: „Ich weiss, ich habe den neuen Emotionalkörper, ich bin viel gelassener geworden und ich will andere Menschen nicht mehr ändern, ich merke auch, dass es mir leichter fällt, nicht mehr auf emotionale Dramen herein zu fallen, aber so ganz schaffe ich es nicht. Woher kommt das? Es sollte doch eigentlich jetzt klappen.“ 

Das liegt in den seltensten Fällen daran, dass der neue Emotionalkörper mangelhaft funktioniert. Der funktioniert in den meisten Fällen sehr gut. Er läuft noch nicht auf vollen Touren, aber er ist bei den Menschen, die ihn inzwischen haben, gut angenommen worden, er ist verankert worden und ist gut angelaufen – ihr könnt euch das vorstellen wie einen neuen Motor, den man langsam warm fahren muss. Und er funktioniert sogar, ohne viel zu stottern. Das merkt man daran, das man tatsächlich mehr Gelassenheit und mehr Vertrauen hat, man kann überlegter handeln und mehr auf seine Intuition achten, und man lässt andere Leute in Ruhe und befasst sich mit der eigenen Entwicklung. (Betont) Aber noch nicht so ganz. Manchmal schleichen sich die alten Reaktionsmuster noch ein. Woher kommt das?

Nun, das kommt daher, dass es auch noch ein paar andere, kleinere Speicher in eurem Energiefeld gibt, die Reste von altem Verhalten speichern. Das sind hauptsächlich die Synapsen in eurem Gehirn. In den feinstofflichen Körpern findet man eigentlich selten Rückstände alten Verhaltens und Empfindens, aber im Hirnstoffwechsel findet sich noch das eine oder andere. Wenn ihr wisst, wo das ist und wie man das ändern kann, dann werdet ihr aus den Resten von Angst- und Zornmustern schnell heraus wachsen und keinen Verdruss mehr damit haben. Deshalb ist das jetzt sehr hilfreich zu wissen.  

Synapsen im Gehirn sind etwas Stoffliches. Sie haben ihr Gutes: Sie werden nämlich geschlossen, wenn man eine wichtige Erfahrung macht und stehen danach auf Abruf zur Verfügung. Zum Beispiel wenn ein Mensch sich sehr erschrocken hat, also Angst hatte, dann bilden sich bestimmte Synapsen für „Angst haben“. Diese werden jedes Mal automatisch reaktiviert, wenn wieder eine Angst auslösende Situation eintritt. Das ist früher, als man noch von Eisbären verfolgt wurde und Säbelzahntiger mit dem Speer erlegen musst, sehr häufig lebensrettend gewesen, und auch noch in späteren, zivilisierteren Zeiten, wenn jedes Rascheln im Gebüsch, wenn man auf der Landstrasse reiste, einen Hinterhalt bedeuten konnte. Diese Zeiten sind aber jetzt vorbei, zumindest in eurem Teil der Welt, und so dürfen diese Synapsen nun erlöschen. Man kann sie zum Erlöschen bringen, indem man sich etwas verlangsamt und es lernt, Situationen zu bemerken, in denen man auf einen Automatismus herein zu fallen im Begriff ist, wo man automatisch Angst bekommt: „Da war etwas, wovor ich früher schon einmal Angst hatte. Das hier ist vielleicht ähnlich, da habe ich wieder Angst!“ Das ist aber jetzt nicht mehr lebensrettend, die Gründe sind alle Vergangenheit. Diese Synapsen dürfen gelöscht erden und löschen sich von allein und machen anderen Synapsen für zum Beispiel Gelassenheit Platz, wenn man seine Aufmerksamkeit schult, zum Beispiel für die Empfindung: „Wann bekomme ich Angst – automatisch“.  

Das gleiche gilt für jene Situationen, in denen man automatisch zornig wird. Auch da kann man sich drauf schulen, achtsam zu sein, es zu merken: „Aha, da bin ich wütend geworden, das will ich mir mal genauer ansehen, auf was bin ich da abgefahren?“ 

Nun – warum aber sind diese beiden Emotionen Zorn und Angst so überaus fest in menschlichen Gehirnen verankert? Das kommt daher, dass sie gesund erhaltende und oftmals auch lebensrettende Emotionen waren – in der (betont) Vergangenheit. Eigentlich sind sie also etwas Gesundes. Man soll sie also achten, aber es nicht übertreiben und diesen Emotionen nicht die Herrschaft überlassen. Im neuen Bewusstsein werden aber ohnehin die Situationen, die Angst oder Zorn hervorrufen, nach und nach seltener werden und bald nicht mehr da sein, und ihr könnt euch bis dahin schon einmal in Gelassenheit üben.  

Lasst uns aber vorher betrachten, wozu Zorn gut war und gelegentlich immer noch gut ist und warum ihr euch über Zorn in früheren Jahren eures Lebens nicht zu grämen braucht, nur jetzt achtsam sein solltet, dass er sich nicht fruchtlos wiederholt. Ein Mensch wurde und wird zornig, wenn ihm etwas vorenthalten wird, was er dringend braucht oder wo ihm etwas weggenommen wird, was er ebenfalls dringend gebraucht hätte. In einer solchen Situation melden sich Überlebensimpulse. Der elementarste Impuls davon ist ein biologischer Überlebensimpuls. Zum Beispiel wird ein Säugling zornig, wenn man ihm die Flasche weg nimmt und er ist noch nicht satt. Das darf man nicht machen. Deshalb sind diese alten Konzepte, dass man die Kinder nach Stundenplan füttern soll, nicht gut, das macht zornige Kinder, die später auch zu viel essen. Denn wenn wir nur dieses Beispiel nehmen: Ein Kind, dass sich nicht satt trinken durfte, hat keine andere Möglichkeit als eine hilflose Wut zu empfinden, weil man ihm das Essen entzieht. Es gibt in seinem Energiefeld und vielleicht auch schon in seinem jungen Gehirn Erfahrungen, die ihm suggerieren: „Ich verhungere! Jetzt ist mein Essen weg und ich werde vielleicht nie mehr neues Essen bekommen!“ Wenn es kraftvoll ist, wird es wütend. Wenn es psychisch gesund ist, wird es wütend, und was tut es? Es brüllt. Manche von euch, die Älteren vor allem, werden das vielleicht noch kennen, sie sind zum Teil noch mit pädagogischen Konzepten aufgewachsen und haben diese buchstäblich erlitten, bei denen sie dann irgendwo hin gestellt wurden, damit sie schreien konnten. Man dachte, das sei gut, aber in Wirklichkeit waren sie nur nicht satt und furchtbar wütend, weil man ihnen etwas entzogen hatte, das sie als lebensnotwendig empfunden hatten. Daraus werden oftmals reizbare Leute, die hinterher viel Arbeit haben, ihre Reizbarkeit aufzulösen und die vielleicht auch zu viel essen und sich nur sicher fühlen, wenn sie ganz satt sind. Dieses Beispiel ist etwas ganz Elementares.  

Es gibt natürlich auch andere Dinge, die Menschen dringend brauchen und die sich erst in einem späteren Lebensalter bemerkbar machen. Das müssen nicht unbedingt biologische Inhalte sein wie Essen, Wärme, Kleidung, Schutz, Zugehörigkeit auf Körperebene – das können auch psychologische Inhalte sein.  Zum Beispiel Respekt. Ein Kind oder ein junger Mensch, der verspottet wird, dem entzieht man etwas, was für das Überleben einer gesunden Psyche dringend notwendig ist. Wenn ein solcher Mensch noch einigermassen gesund ist, dann wird er zornig werden. Beobachtet mal psychisch gesunde Kinder: Wenn sie sich nicht respektiert fühlen, werden sie wütend, und das ist eine sehr gut und gesunde Reaktion, denn was ein Mensch dringend braucht, ist Zugehörigkeit auch und gerade auf psychologischer Ebene, und dieses Zugehörigkeitsgefühl äussert sich durch Respekt.

Jeder Mensch lebt irgendwie in einer oder mehreren Gruppen. Jeder ist als Kind in einer Schulklasse und hat als Erwachsener Arbeitskollegen. Jeder hat eine Familie, wenn er heranwächst, oder ist in einer Wahlverwandtschaft oder in einer Beziehung. Er hat Freunde und Bekannte und teilt seine Interessen in Gruppen ähnlich Interessierter. Es ist selten, dass ein Mensch lange Zeit ganz allein ist und wenn er es ist, dann ist er es meist nicht gern.

Was ein Mensch für seine psychische Gesundheit dringend braucht, ist also Zugehörigkeitsgefühl, Angenommensein, mit anderen Worten: Respekt. Und wenn man ihm das wegnimmt, wird er wütend. Und was tut ein Mensch, der wütend ist? Er nimmt sich das, was man ihm weggenommen hat. Das ist beziehungsweise war erst einmal auch eine sehr gesunde Reaktion, nur hat man damit in früheren Zeiten eben Karma geschaffen. Und Karma bedeutet im heutigen Verständnis: Lernsituationen. Damit konnte man sehr interessante Erfahrungen machen. Vielleicht hat ein Mensch, dem man den Respekt verweigert hat, in früheren Zeiten ordentlich auf den Tisch gehauen und seine Widersacher beschimpft. Woraufhin diese sich dann ihrerseits nicht respektiert fühlten und zu Gegenmassnahmen gegriffen haben, und so konnte man wirklich sehr interessante Erfahrungen in vergangenen Leben machen, die von scheelen Blicken und Missgunst bis hin zu Mord reichten. Das war spannend und man konnte so etwas nur auf dieser Erde erleben.

Ein Mensch, dem man das Essen weggenommen hat oder andere notwendig Dinge wie Kleidung, eine Behausung, Schutz oder anderes, hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn er wütend wurde, hat ihm diese Wut genug Kraft verliehen, nach vorne zu gehen und sich das zu nehmen, was er brauchte. Wenn ihr euch aber mal an alte Zeiten erinnert, an das Mittelalter zum Beispiel, dann wird euch einfallen, dass es damals alles andere als einfach war, das zu bekommen, was man brauchte. Oft hat man es gestohlen, wurde aber dafür vielleicht geköpft oder in den Turm gesperrt. Auch dadurch entstand eine Menge Karma.  

Und das ist alles jetzt vorbei, zumindest in eurem Teil der Welt. Nur, jetzt in der Zeit des Übergangs, werdet ihr in viel subtilerer Form immer noch an Situationen erinnert, in denen ihr früher wütend geworden seid. Denkt einmal daran: In solchen Situationen habt ihr immer etwas nicht bekommen oder verloren, was ihr dringend benötigt hättet. So elementare Erfahrungen wie ein nicht bekommenes Fläschchen für einen hungrigen Säugling kann durchaus dazu gehören, aber es geht auch um andere Dinge. Die grössere Arbeit macht ohnehin die psychologische Wut, die entsteht, wenn man auf psychologischer Ebene etwas nicht bekommen hat.  

Viele von euch werden sich daran erinnern, dass es ihnen in diesem Leben oft daran gemangelt hat, angenommen zu sein, respektiert zu sein, erkannt  und anerkannt zu sein. Wenn sie genug psychologische Kraft hatten, dann wurden sie zornig. So können heute noch Automatismen für Zorn in eurem Gehirn sein.

Wenn ihr aber nun glatt und ohne Verdruss ins neue Bewusstsein gehen möchtet, dann schaut euch diese Automatismen an, bevor ihr reagiert, damit ihr sie auflösen könnt und den Verdruss ebenfalls.  

Ihr wisst nun, Gehirnsynapsen reagieren automatisch, dafür sind sie da. Sie ermöglichen dem Menschen eine sehr schnelle Reaktion. Ausser: Man weiss, wie sie funktionieren und hält sie bewusst an. Dann kann man die automatische Reaktion ausbremsen und sie durch neue Synapsen mit dem Inhalt „Gelassenheit“ ersetzen. So werdet ihr heute immer noch manchmal Situationen begegnen, vielleicht im Berufsleben, vielleicht aber auch in euren privaten Beziehungen, wo eine Art Wut-Automatismus angeht. Die Menschen, die dies in euch auslösen, sind alle Übungspartner, die euch behilflich sind, diese alten Automatismen zu finden und die allerletzten Reste davon aufzulösen. Dabei geht es hauptsächlich darum, lange genug anzuhalten, um sich fragen zu können: „Was geschieht da wirklich? An was erinnert mich die Situation wirklich? Wer hat mich zuerst geärgert, vor langer Zeit? Woran erinnert mich dieser Übungspartner und diese Situation?“ Eure Übungspartner denken normalerweise nicht einmal im Traum daran, euch zum Beispiel  zu respektieren. Dazu sind sie auch nicht da, sondern dazu, euch auf etwas aufmerksam zu machen, was weg kann. Ich rate euch also in solchen Fällen, dem Zorn nicht nachzugeben, auch wenn er eigentlich eine gesunde Wurzel hat. Aber er bezieht sich nur selten auf die aktuelle Situation. Gebt ihr ihm nach, entsteht meist sofortiger Verdruss, mit anderen Worten, ein vermeidbarer Umweg.

Wenn ihr so etwas bemerkt, dann haltet einen Moment inne und tretet gedanklich oder tatsächlich einen Schritt an die Seite. Macht das so, wie ihr aus einer Rolle tretet, wenn ihr beim Familienstellen seid. Das kennt ihr sicher alle. Tritt man einen Schritt beiseite, ist man aus der Rolle raus und ist wieder bei sich selbst und gut zentriert. So kann man auch aus einem Automatismus heraustreten. Es reicht ein Schritt, wenn es geht einen echten Schritt, weil die Wahrnehmung des Körpers sehr hilft, etwas zu verstehen. Was der Körper begriffen hat, weiss der ganze Mensch.  Wenn es gerade nicht möglich ist, einen echten Schritt zu tun, kann man ihn auch gedanklich tun, das wirkt auch, wenn auch nicht ganz so stark.  

Sofort habt ihr Abstand zu dem, was da gerade in euch passiert. Das passiert jetzt nicht mehr in euch, ihr könnt es ein klein bisschen von aussen betrachten, und es passiert sozusagen vor euch oder neben euch. Und dann, wenn man das ein bisschen übt, dann kann man das bald. Dann kann man ein bisschen heilsamen Abstand zu seinen eigenen Emotionen entwickeln und kann beispielsweise sehen: „Aha, dieser Mensch, über den ich mich so ärgere, der hat mich gerade eben so behandelt wie meine Mutter, als ich klein war!“. Das ist nur ein Beispiel. „Dann bin ich ja eigentlich auf meine Mutter wütend!“ ist dann die Erkenntnis. In den meisten Fällen reicht es, zu erkennen, was den Ärger wirklich ausgelöst hat, um das Problem aufzulösen. Ihr werdet das sehen. Man braucht dazu in den seltensten Fällen tief zu analysieren, diese Zeiten sind im Grossen und Ganzen vorbei. Es reicht zu erkennen: „Wo kommt das Gefühl denn wirklich her?“. Wenn ihr ein paar Mal geübt habt, einen Schritt an die Seite zu treten, aus einem anderen Blickwinkel auf die Situation zu schauen, die die Wut erzeugt hat, dann werdet ihr sehen: „Was habe ich denn da gerade nicht bekommen? Oder weggenommen bekommen, was ich dringend brauchte? Wann ist das denn das erste Mal passiert?“ Mit ein bisschen Abstand werdet ihr das immer leichter kennen und loslassen können und dies wird eurem Leben sehr viel Frieden und Gelassenheit verleihen.  

Nicht zurück zu schimpfen, wenn man sich schlecht behandelt fühlt, bedeutet, keine verschärfte Situation herbei zu führen, in der der Andere dann seinerseits zurück schimpft. Dieser Verzicht schafft dann keine nachfolgende Feindschaft, keinen sofortigen Verdruss, sondern eine übergeordnete Perspektive, in der man betrachten kann, was da wirklich passiert ist.

Es wird jetzt vieles deutlicher durch all diese Automatismen, die auch im Massenbewusstsein gespeichert sind – verstärkte Emotionalität, wütend werden, wenn man etwas nicht bekommt, was man dringend braucht, und vieles mehr – all das kommt jetzt in Bewegung und ihr spürt das nun auch bei euch als Einzelpersonen. Ihr könnt die Reste dieser Kraftfelder nun bei euch besser wahrnehmen und bereinigen. So erspart ihr euch eine Menge Ärger.  

Ich möchte euch allerdings davor warnen, in das andere Extrem zu verfallen. Ein bisschen an die Seite zu treten und seinen Ärger zu beobachten, herauszufinden, woher er eigentlich kommt – das bedeutet nicht, dass man keine Grenzen setzt. Bitte haltet das fein auseinander. Manchmal müssen eure lieben Mitmenschen auch etwas hören, nämlich dass ihr euch da oder dort verletzt gefühlt habt oder dass sie da oder dort eine Grenze überschritten haben, dass sie da Kompetenzen verletzt haben, die nur euch betreffen, und dass ihr euch da getroffen gefühlt habt.  

Mit ein bisschen Abstand könnt ihr das dann klar erkennen und könnt es angstfrei und sachlich formulieren, was auch sehr dazu beiträgt, keinen sofortigen Verdruss im täglichen Leben zu schaffen. Bei diesem könnte man nämlich nichts mehr lernen.   

So. Soviel zum Zorn, der möchte nämlich jetzt raus aus den Energiefeldern der Menschen. Er löst sich nun auf, in den Kraftfeldern des Massenbewusstseins, in der Atmosphäre der Erde, und es kann natürlich sein, dass da einige Nationen noch einmal richtig wütend werden, weil sie sich befreien wollen. Aber so, wie ihr diese Reste von Zorn bei euch persönlich findet, sie auf friedliche Art und Weise erkennt und löst und dann richtig handelt, wird das auch der Erde und den anderen Menschen zugute kommen. Es gibt dann weniger kriegerische Handlungen und mehr und schneller friedliche Alternativen. Setzt die Grenzen richtig, das heisst nicht, dass ihr euch alles gefallen lasst. Manchmal müsst ihr klare Grenzen ziehen und eure Anliegen klar formulieren. 

Wenn ihr erkannt habt, dass ihr etwas nicht habt, was ihr aber dringend braucht, dann versetzt euch der erkannte Zorn in die Lage, es euch auf friedliche Weise selber zu verschaffen. Wenn man erkannt hat, wo Zorn eigentlich herkommt, dann verwandelt er sich auf der Stelle in Kraft und Zielstrebigkeit. Das hat nichts Ärgerliches mehr an sich, das ist einfach nur klar und zielgerichtet. Nehmen wir ein einfaches, verbreitetes Beispiel: Jemand bekommt keinen Respekt, er braucht ihn aber wie jeder Mensch. Wenn er erkannt hat, wo und wann ihm das erste Mal Respekt vorenthalten worden ist, wahrscheinlich in der ganz frühen Kindheit, dann, nur durch das Erkennen, kann er sagen: „Nun ja, von meinem Arbeitskollegen kann ich jetzt keinen Respekt einfordern. Der ist dafür nämlich gar nicht zuständig, er macht mich nur auf etwas aufmerksam, dass da bei mir etwas automatisch abläuft. Das sollte ich mir mal anschauen und herausfinden, wo es eigentlich herkommt.“ Wenn der Mensch das erkannt hat, hat sich der Zorn gewandelt in Zielstrebigkeit und dann weiss er, dass er sich den Respekt, den er braucht, selber verschaffen kann. Das heisst: Er wird nicht mehr kuschen und demütig zu Boden blicken, wenn ihn jemand demütigt oder nicht erkennt, was er geleistet hat. Er wird sachlich und deutlich auf das hinweisen, was er geleistet hat, was er für eine Gemeinschaft getan hat – zum Beispiel für eine Bürogemeinschaft oder in einer Familie. Ihr werdet es erleben, wenn ihr euch so fühlt, klar und zielstrebig, und wenn ihr für das eintreten könnt, was ihr braucht, dann bekommt ihr es auch. 

Dann könnt ihr aus eigener Kraft dafür sorgen, dass ihr bekommt, was euch zusteht. Das Leben gibt es euch dann sogar freiwillig und ihr braucht es nicht einmal mehr einzufordern. Dann kommt das, was ihr braucht, zu euch, gleichgültig was es ist. Jeglicher Grund, wütend zu sein, ist dann erloschen.

Was dabei hilft, ist das Wissen, dass sich diese Zornmuster jetzt kollektiv auflösen und sich in einzelnen Personen noch Reste von Zorn-Automatismen finden können. Die kann man nun, mit dem neuen Emotionalkörper, gut bereinigen. Die Reste alter Reaktionsmuster, die noch in Synapsen im Gehirn stecken, können durch Achtsamkeit und die kleine Übung mit dem Schritt zur Seite bereinigt werden. Das bringt Stressfreiheit, Gelassenheit, Frieden in euer Leben und es hilft dem Massenbewusstsein, sich schneller zu wandeln. Ihr tut das also für euch – und für alle Anderen auch.  

Nun, es gibt da aber noch die andere Seite dieser Polarität, die Angst. Auch sie ist ein automatisches Reaktionsmuster und hat ebenfalls in menschlichen Gehirnen einige Restspuren in Form von Angst-Synapsen hinterlassen. Angst war, genau wie Zorn, einmal lebensrettend. Angst macht einem nämlich sehr deutlich und unmiss­ver­ständlich klar, wann man sich am falschen Ort, in der falschen Situation und in der falschen Gesellschaft befindet. Angst macht einem sehr deutlich klar – nicht dass man etwas weggenommen bekommt – sondern dass man etwas zugemutet bekommt, was einem nicht gut tut. Etwas zugemutet bekommen, was nicht zu einem passt, das kann in sehr milder Form geschehen, indem man sich in einer Gemeinschaft von Menschen wiederfindet, in der man sich nicht einbringen kann, wo man sich unwohl fühlt, man bekommt schliesslich Angst, dort noch hinzugehen, weil es einem nicht gut geht.  Es kann solche milden Formen annehmen. Es kann aber auch richtig gefährlich werden, zum Beispiel dann, wenn ein Mensch sich in einer so falschen Gesellschaft befindet, dass er Glaubenssätze über die Ohren gestülpt bekommen soll, die ihm tatsächlich schaden. Ihr werdet inzwischen alle ein immer sicherer werdendes Gefühl dafür bekommen, wann ihr in einer Situation seid oder in einer Gesellschaft, wo euch schaden geschehen kann. Und da bekommt man Angst. Dies Angst resultiert noch aus alten Zeiten, noch aus den Zeiten des Karma. Sie kann heutzutage durch etwas Anderes, völlig Unproblematisches ersetzt werden.  

Die Angst vor Situationen, vor Gesellschaft oder vor Ereignissen, die euch unzuträglich waren und die von unangenehm bis lebensgefährlich reichten, wurde in früheren Leben oft mit einer Situation gekoppelt, in der jemand sich nicht wehren konnte und in der jemand seine Lage nicht verändern konnte. Es gab sehr viele Menschen, die unangenehmen bis gefährlichen Situationen in früheren Jahren hilflos ausgeliefert waren. Das gehörte auch zum menschlichen Erfahrungsrepertoire. Man war zum Beispiel einer Epidemie ausgeliefert, man konnte nicht davon laufen, vielleicht war es lebensgefährlich – also hatte man Angst, wenn man in früheren Zeiten auf dem Feld Leuten begegnet ist, die gehustet haben. Man machte sich schnellstens davon, um eine Tuberkulose oder sogar eine Pesterkrankung zu vermeiden. Man war vielleicht auch in früheren Zeiten in einer Arbeitssituation gefangen, aus der man sich nicht befreien konnte, zum Beispiel als Leibeigener. Viele Menschen haben Erfahrungen als Sklave gemacht, hier in Europa nannte man das „Leibeigener“. Oder als jemand, der in den Frühzeiten der Industrialisierung unter Ruinierung seiner Gesundheit für sehr wenig Geld gearbeitet hat, bis er mit 45 Jahren tot umfiel.  

Alle diese früheren Situationen, etwas Unzuträgliches bis hin zu etwas Gefährlichem zu erleben, ohne etwas daran ändern zu können, haben Angst erzeugt. Ich denke, es ist leicht einzusehen, dass diese Zeiten wirklich vorbei sind. Ich rate euch deshalb, in einer Situation, in der ihr Angst bekommt, auch erst einmal inne zu halten, einen Schritt an die Seite zu treten und genau hinzuschauen: Was läuft da? Ist das wirklich eine aktuelle Angst? Bezieht sie sich wirklich auf die aktuelle Situation? Oder erinnert sie euch an etwas Altes, vielleicht sogar aus einem Vorleben? Soviel Ruhe sollte schon sein. Wenn man nämlich aus Angst heraus handelt, begeht man Kurzschlusshandlungen, man versucht, sich Sicherheiten zu verschaffen, und da kann man dann ganz sicher sein, dass diese Sicherheiten falsch sind.  

So. erst einmal schauen: Was ist das überhaupt? Seid ihr wirklich in einer unzuträglichen Situation? Seid ihr wirklich irgendwo, wo euch arg zugesetzt wird, wo Menschen euch vielleicht Wahrheiten oder Glaubenssysteme über die Ohren stülpen wollen, die nicht eure sind? Wird euch vielleicht sogar gedroht?

Wenn ihr einen Schritt an die Seite getan habt, dann gewinnt ihr soviel Abstand, dass ihr sehen könnt: „Aha, ich kann ja hier raus. Ich brauche einfach nur woanders hin zu gehen.“ Die meisten Menschen, die das jetzt nicht glauben, sollten es ruhig mal probieren. Manchmal kann man nicht sofort gehen, aber mit etwas kluger Planung kann man dann doch etwas später. In bestimmt 80 Prozent der Fälle wird das möglich sein. Man kann aus einer Gruppe weggehen, die einem etwas aufzwingen will, was man nicht braucht und was einem vielleicht sogar schadet. Man kann sogar aus einer zwischenmenschlichen Beziehung weggehen. Man kann im Äusseren weggehen oder man kann im Inneren weggehen, indem man sagt – vor allem sich selber – „Dafür stelle ich mich nicht mehr zur Verfügung, ich lasse mich zum Beispiel nicht mehr herumkommandieren.“ So kann man sich auf seine Entscheidungsfreiheit zurück besinnen und sich von der Angst entfernen, die auf etwas ganz Anderem und viel Älteren beruht als dem, was man zuerst wahrgenommen hat. Dann sieht man: „Das ist gar nicht so schlimm. Ich bin gar nicht wirklich machtlos, ich kann hier handeln, und es stehen mir wahrscheinlich sogar mehrere Handlungsalternativen zur Auswahl. Ich kann mir in Ruhe überlegen, was ich mache, ich muss nicht aus Panik reagieren, in kann in Ruhe agieren.“

Und sofort ist die Angst weg. Die Angst verwandelt sich nämlich auch in Klarheit, in Entscheidungsfähigkeit und in das Wissen, was richtig ist. Dann könnt ihr ruhig und überlegt aus eurem Wissen heraus handeln.  

Es gibt andere Ängste, die sich ebenfalls automatisiert haben und die sich auf ganz alltägliche Situationen beziehen. Ich nehme mal eine verbreitete Furcht als Beispiel: Ihr fahrt auf der Autobahn und habt auf einmal das Gefühl, dass die Lenkung eures Fahrzeugs nicht richtig stabil ist. Anstatt nun in aller Ruhe rechts ran zu fahren, auszusteigen, das Warndreieck zu nehmen und das Fahrzug zu sichern, um dann nachzuschauen, was los ist oder den ADAC zu rufen – was eine angstfreie Handlungskette gewesen wäre – fangen dann einige Leute wie wild an zu steuern. Dann kann es natürlich passieren, dass ein Reifen ausbricht.

Wenn man sich in einer Situation, die gefährlich aussieht, sich der Angst überlässt, gerät man eher in die Gefahr hinein als aus ihr heraus. Mit etwas Abstand erkennt man hingegen ziemlich schnell, was man tun kann, um der Gefahr zu entkommen.  

Da das hier ein sehr emotionaler Planet ist und die Wutmuster, mehr aber noch die Angstmuster, stark automatisiert sind, kommt man gar nicht selten in solche Situationen. Ich kenne sogar Leute, die Angst haben, einen belebte Strasse zu überqueren und sich damit den Alltag schwer machen. Was da hilft ist stehen bleiben, sich genau umschauen, tief ausatmen und sehen: „Die Strasse hat ja vier Spuren. Ich muss keine Angst haben, ich muss nur wissen, wie ich die Strasse in vielleicht zwei Etappen überqueren kann.“

Meistens ist nur eine kleine Handlung oder ein Schritt notwendig.  

Da gibt es noch eine andere Angst - und die ist meist symbolisch. Darüber möchte ich euch aber auch noch kurz etwas sagen – die kennt ihr auch, und sie lässt sich genau so auflösen wie die anderen Ängste auch.

Diese Angst zeigt sich, wenn ihr dann und wann einem Menschen begegnet, vor dem ihr Angst habt. Ich kenne Menschen, die sind von dieser Angst so irritiert sind, dass sie deutliche Signale von Verletzbarkeit aussenden. Ein Mensch, der euch vielleicht auf einer subtilen Ebene etwas tun will oder der euch vielleicht sogar richtig zusetzten will, durch Mobbing oder ähnliches – der will ja mit euch üben. Das ist eine Situation, wo ihr gehalten seid, anzuhalten und zu erkennen, wo die Angst eigentlich herkommt. Das ist das, worüber wir gerade gesprochen haben.

Dieser Übungspartner erinnert euch daran – oder er erinnert euch an jemanden, deshalb habt ihr so stark reagiert.

Wenn man daran nicht denkt, dann kann es ein, dass man bei einer Begegnung mit einem solchen Menschen so panisch wird, dass man Unterlegenheitssymbole aussendet, die dieser Mensch intuitiv oder auch bewusst wahrnimmt, und dann piesackt er euch erst recht. Der Mensch wird immer deutlicher, die Situation immer unangenehmer und die Angst immer grösser. Diesen Teufelskreis muss und kann man durchbrechen, indem man auch da tief durchatmet, an die Seite tritt, innerlich oder äusserlich, einen Schritt an die Seite tritt und schaut: „Wo kommt die Angst denn eigentlich her?“ Mit diesem Abstand werdet ihr euch schnell daran erinnern, vor wem ihr früher tatsächlich Angst hattet, weil er oder sie so übermächtig aussah. Auf diese Weise wird dann die Erinnerung durch den Menschen in der aktuellen Situation überflüssig: Ihr könnt die Angst loslassen.  

Zusammengefasst: Angst lässt sich genauso kurieren wie Zorn, ist  nicht mehr nötig, braucht ihr nicht mehr, verursacht nur Ehrenrunden, unnötigen Verdruss, falsche Sicherheiten. Das ist überholt. Das neue Bewusstsein braucht das nicht. Das Zauberwort heisst: Tretet an die Seite, schaut was los ist. Ist die Angst alt und symbolisch oder aktuell? Müsst ihr handeln, Grenzen setzten, euch an eure Kraft erinnern?  

So kann man die Angst löschen. Durch Wissen, Ruhe und Klarheit. Die äusseren Lebensumstände ändern sich dann auch entsprechend positiv im Äusseren. Diese Zeit jetzt ist sehr geeignet, auch die letzten Reste von Angst- und Zornmustern zu erkennen und zu beseitigen. Dann verwandelt sich das persönliche Drama in Aufatmen und Erkenntnis und ihr könnt in aller Ruhe für das eintreten, was euch wirklich wichtig ist.

Auf diese Weise erlischt dieses Muster. Auf diese Weise erlöschen die Automatismen und erlischt die Gefühlspolarität Zorn und Angst. Aggression im Zorn wandelt sich in eine Öffnung, so dass man darauf vertrauen kann, dass das Leben einem bringt, was man braucht. Angst, Rückzug, Machtlosigkeit auf der anderen Seite wandelt sich in Wissen und die Fähigkeit zum klugen Handeln.

Manchmal ist etwas nicht sofort lösbar. Eine unzuträgliche Arbeitsituation zum Beispiel kann man nicht immer sofort ändern. Mit Gelassenheit und Erkenntnis lässt sie sich aber ganz bestimmt besser und schneller ändern als ohne diese neuen Errungenschaften.  

Ich empfehle euch, in der nächsten Zeit darauf zu achten: Wo sind die Situationen in eurem Leben, die Zorn oder Angst auslösen? Wie verhaltet ihr euch da? Fallt ihr drauf rein? Reagiert ihr? Sofortige Reaktion ist immer ein Hinweis: Da ist ein Automatismus angesprochen worden, der bisher gerade dafür da war, sofort anzuspringen. Nun aber gibt es nur noch selten die Erfordernis dazu und man kann ihn durch Achtsamkeit auflösen.

Fragt euch aussserdem regelmässig, inwieweit ihr euch vom Massenbewusstsein habt anstecken lassen. Auch da könnt ihr einen Schritt an die Seite treten, rausgehen aus dieser Betroffenheit und erkennen, dass das Massenbewusstsein zur Zeit – nun ja, sagen wir mal – ein bisschen aufgeregt ist.

Es kann aber auch sehr hilfreich sein, dass die Zeit im Moment so emotional ist, denn dann könnt ihr leichter erkennen, was los ist. So verschwindet das alte Bewusstsein. Es löst sich auf, Schritt für Schritt, Punkt für Punkt. Wenn genug Einzelpersonen ihr Leben von Zorn und Angst gereinigt haben, dann hören die alten Strukturen wirklich auf. Dann ist das Massenbewusstsein ebenfalls bereit, diese Angst- und Zornmuster gehen zu lassen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt in das neue Zeitalter und in das neue Bewusstsein, wo das alles nicht mehr gebraucht wird und wo man sagen kann: „Karma – war vorgestern“. Dann kann man wachsen, blühen und gedeihen mit viel Harmonie und wenig Konflikten. Da braucht man nicht unbedingt schwierige Situationen, um daran zu wachsen, dass geht dann auch durch gegenseitige Anregung und Aufmerksamkeit.

Dabei wünsche ich euch viel Spass und wünsche euch, dass ihr dort etwas früher ankommt als all die Leute, die euch folgen.

 

Und nun habt ihr euren Tee und eure Pause redlich verdient. Bis gleich zu den Fragen!

 

(Pause)

 

Frage: Haben sich mit dem neuen Emotionalkörper auch Veränderungen allgemeiner Art ergeben, z.B. bezüglich Geistführern oder Engeln?  

Tio: Ich gucke – ich glaube, ich muss ins Archiv. Ich danke für diese Frage. (Nach ganz kurzer Zeit) Nein, nicht allgemeiner Art. Es kann nur passieren, dass bei einzelnen Menschen dann und wann ein Geistführerwechsel stattgefunden hat. Aber allgemein verbindlich ist das nicht, das sind Ausnahmen. 

Fragende: Geistführer und Engel, ist das nicht ein Unterschied? 

Tio: Das ist ein Unterschied, ja. 

Fragende: Kannst du diesen Unterschied beschreiben?

Tio: Ja. Ein Geistführer kann jede Wesenheit sein. Sogar ein Engel kann ein Geistführer sein. Aber Engel als solche sind eine bestimmte Evolutionslinie von allen intelligenten Rassen hier im Universum. Von diesen (Rassen) gibt es ganz viele, nicht nur Menschen und Engel. Engel sind eine Evolutionslinie. Es stimmt auch nicht, dass Engel einmal Menschen waren und Menschen irgendwann einmal Engel werden – Engel sind einfach eine andere intelligente Rasse, man kann auch sagen, sie sind andere Leute als Menschen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer schon ausserhalb der Polarität gelebt haben und das auch immer tun werden. Engel sind ausschliesslich positiv. Sie haben keinerlei negative Aspekte an sich, weil sie mit der Polarität nichts zu tun haben. Sie haben nie einen Körper gehabt, das kann man nämlich gar nicht, wenn man ausserhalb der Polarität lebt, und sie werden nie einen Körper haben, sie haben ihn auch nicht vermisst.

Und jetzt braucht man ein bisschen Mengenlehre. Wenn du dir die Gesamtmenge der Engel vorstellst und die Gesamtmenge der Geistführer, dann gibt es da eine Schnittmenge, das sind die Engel, die Geistführer sind. Die Menge der Engel liegt oben, sozusagen. Es gibt einige Engel, die Geistführer werden, aber es kann nicht jeder Geistführer ein Engel sein. Geistführer können Energien aus allen möglichen Bereichen sein. Das können Menschen sein, die alle ihre Inkarnationen hinter sich haben und die das Individuum gut kennen – also alte Freunde, alte Lehrer, alte Kollegen – das ist ziemlich häufig. Geistführer können auch solche Typen sein wie ich, ich bin zwar kein persönlicher Berater, aber von meiner Ebene, der der Seelenfamilien, sind auch viele als persönliche Geistführer tätig. Geistführer können auch verstorbene Ahnen sein – alles mögliche, solange es positiv ist, kann ein Geistführer sein.  

Fragende: Vielleicht noch etwas: Gibt es noch eine dritte Kategorie? Ich habe kürzlich gelesen, dass es innerhalb der Seelenfamilie drei Kategorien gibt, ganz enge, mittelmässig enge und weniger enge Verwandte.  

Tio: Ja, das ist ein System von vielen. Ich denke nicht, dass es so verbindlich ist, wie  es auf den ersten Blick aussieht. Alle diese Systeme helfen ein bisschen ordnen, und wenn man dann besser durchblickt, ist es gut. Es gibt aber noch etwas anderes, und das ist jenseits jeder individuell wahrgenommenen Ordnung. Es gibt bekanntlich Polarität im Universum. Das ganze Universum ist polar aufgebaut. Und wenn es eine intelligente Rasse gibt, die in sich keine Polarität trägt, dann muss sie im Äusseren ein Gegengewicht haben. Diese Rasse gibt es auch, das sind die Dämonen. Sie sind nur zerstörerisch und haben nichts Lichtvolles an sich. Sie werden aber im Universum auch gebraucht, nämlich immer dann, wenn etwas kaputt gemacht werden muss. Da gibt es also schon etwas Drittes: Es gibt Wesen ohne Polarität, und davon zwei Sorten, Finstere und Helle. Und es gibt viele, die die Polarität in sich vereinen, wie zum Beispiel die Menschen. 

Silvie: Ich hatte mal sehr nette Dämonen... 

Tio: ...auf dem Kompost. Die hatte mal ein Klient da gelassen, und dann haben sie im Haus dauernd etwas umgeworfen und das hat gestört. Das sind nun mal Geister der Zerstörung, und das bezieht sich oft auf Porzellan. Davon ging viel kaputt, seitdem wir sie hatten.

Da hatten wir die Idee, sie auf den Kompost zu schicken und den schön zu spalten und rascher zu Erde werden zu lassen. Da waren sie jahrelang, irgendwann sind sie dann mal verschwunden.

Sie werden im Universum gebraucht, immer dann, wenn etwas zu demontieren ist.  

Silvie: Ich hatte auch mal einen... 

Tio: ...vor dem hast du dich am Anfang gefürchtet. Der war auch bei uns zurückgelassen worden. Der jagte der Silvie anfangs immer Angst ein. Den haben wir dann auf einen leeren gedachten Planeten geschickt, wo er alte Industrieanlagen demontieren konnte. Der Planet war nur gedacht, also eine Energieform, und der Dämon war auch eine Energieform, also war der gedachte Planet real genug für ihn. Ich glaube, da ist er (der Dämon) noch immer und ist gut beschäftigt. 

Silvie (lacht): Jaaa. So viel zur unseren Erlebnissen mit der anderen Seite. 

Tio: Wirklich auf Dauer Angst gemacht hat uns noch keiner, wir haben immer eine gute Lösung gefunden.  

Silvie: Die letzten Jahre waren auch keine Dämonen mehr bei uns.  

Frage: Wo kommen die Dämonen denn eigentlich her? 

Tio: Sie entstehen aus dem Schöpfungsplan. Denn wenn es Engel gibt, muss es auch Dämonen geben. Die einen bedingen die anderen. Die einen sind nur Licht, die anderen nur Schatten. Dieses Universum ist einerseits auf Entfaltung ausgerichtet, es gibt immer mehr Positives und Helles, auf der anderen Seite muss aber auch das Alte weg, so wie die abgestorbenen Pflanzen im Garten. Die neuen Pflanzen können nur wachsen, wenn aus den alten Kompost wird. Da es diese Polarität im Universum überall gibt, kann nicht nur eine Seite geschaffen werden. Es gibt sicher auch Universen, da ist es anders, aber das ist für euch nicht wahrnehmbar.  

Frage: Gibt es denn Wesen, die beides in sich tragen, Licht und Schatten? Sind wir das dann? 

Tio: Ja, das seid ihr, und viele andere auch. Als ich noch ein Mensch war, hatte ich auch beide Seiten, und ich habe sie immer noch, nämlich als Erinnerung. 

Frage: Was ist mit den Menschen, die sehr viel Macht haben und sehr zerstörerisch wirken, wie Hitler oder Saddam Hussein? Welchen Platz haben die im Weltenplan? Es könnte doch deren Schicksal sein, zu zerstören, das wäre doch denkbar. 

Tio: Es handelt sich bei diesen Menschen meist um solche, die zutiefst unglücklich sind und sich aus diesem Unglück und tiefer Verbitterung heraus auf die dunkle Seite geschlagen haben. Das heißt, sie sind nicht an Wachstum interessiert, sondern daran, andere Menschen in ihr Unglück mit hinein zu ziehen. Das soll es erklären, aber nicht entschuldigen. Das ist etwas, was jenseits von Schuld und Entschuldigung existiert. Manche Menschen haben sich der Aufgabe verschrieben, geballte Negativität auf die Erde zu bringen. Das gehört zum alten Bewusstsein, da gab es das. Da gab es sehr viel Negatives. Das wird aber in der Zukunft nicht mehr gebraucht. Ehemalige Diktatoren werden auf anderen Ebenen erfahren, was sie noch brauchen, um ihrerseits aus der Negativität heraus zu kommen.

Die verstärkte Negativität von einigen sehr finster wirkenden Menschen ist jenseits von jeder Bewertung und jenseits jeder Diskussion um Schuld oder Unschuld. Das ist einfach altes Bewusstsein und erlischt nun.  

Frage: Machen denn diese Menschen auch eine Entwicklung durch? 

Tio: Ja sicher. Nur manchmal dauert das lange, denn sie lernen nicht so gern. Aber letztendlich kommt es im Universum nicht auf Zeit an. Und im Jenseits gibt es genug weitere Chancen, wenn man seine (Chancen) auf der Erde nicht wahrgenommen hat.

Die Entwicklung des Universums geht ohnehin dort hin, dass die Negativität abnimmt und das Gute immer mehr wird.  

Frage: Dann ist doch Dunkel und Hell nicht mehr ausgewogen.  

Tio: Doch, es ist auf einer höheren Ebene ausgewogen. Die Dunkelheit nimmt immer mehr ab und das Licht nimmt immer mehr zu, weil das Universum auf Wachstum, Entwicklung und Ausdehnung angelegt ist.  

Zuhörer: Es dehnt sich ja immer weiter aus.  

Tio: Genau! Und es dehnt sich nicht nur materiell aus, sondern auch inhaltlich. Ihr könnt das auch in euch spüren: Wenn ihr euch gut fühlt, voller Liebe seid und in Einklang mit dem Leben, fühlt ihr euch ausgedehnt und das seid ihr dann auch, eure Aura ist ganz gross.

Geht es euch schlecht fühlt ihr euch zusammengezogen und seid es auch. Das Gute nimmt also auf die Dauer immer mehr Raum ein. Das Universum dehnt sich aus, bis es ganz ausgedehnt ist, bis alles, was ist, sogar die Atome, sich ausgedehnt haben und im Universum nur noch subatomare Teilchen sind. Dann ist es vollständig ausgedehnt. Dann gibt es keine Materie mehr im engeren Sinne. Dann zieht sich das Universum wieder zusammen, bis alles sich zu einer (lustig) – ohhh, ich hoffe, ihr werdet es mir verzeihen, wenn ich dieses Wort benutze: (betont) Fussball grossen Kugel zusammengezogen hat. Dann folgt der nächste Urknall. Ungefähr so gross wie ein Fussball, so gross war es vor dem Urknall, das Universum. Dort drin herrschte ein enormer Druck und es war sehr finster da drin. Und dann, nach dem Urknall, nach jedem Urknall, beginnt wieder die Phase der Ausdehnung. Dies ist ein Rhythmus, man kann ihn auch den Atem Gottes nennen, und jedes Universum ein Lungenbläschen Gottes. Das sind so ungefähr die Grössenordnungen. Dunkelheit und Licht wechseln sich dabei immer ab.   

Frage: Diese anderen Universen ziehen sich aber nicht synchron mit dem unsrigen zusammen, oder? 

Tio: Nein, nicht synchron. Aber sie pulsieren alle.  

Silvie: Das macht mich immer ganz ehrfürchtig. Dich auch, Tio? 

Tio: Jaaa, mich auch.  

Frage: Sind die kollektiven Wunden aus den beiden Weltkriegen eigentlich schon geheilt? Ich habe nicht den Eindruck. 

Tio: Nein, die sind noch nicht geheilt. Aber es fängt an. Das kannst du in Einzelarbeit gut unterstützten. Viele Menschen kommen jetzt in Familienaufstellungen oder in andere Arten von Innenschau und finden Traumata aus den Weltkriegen, die ihre Ahnen erlebt haben. Das kann man dann oft schon lösen und mit der Zeit wird das Massenbewusstsein auch willens und bereit, diese Wunden zu heilen.  

Zuhörer: Dazu gibt es auch schon Bücher, sogar in Romanform, wo einzelne Personen die Nazivergangenheit ihrer Vorfahren aufarbeiten. Das geschieht zum Teil sehr einfühlsam.  

Tio: Ja, es hat inzwischen begonnen. Kürzlich erst, aber es hat begonnen.

Am Anfang ist es nötig, dass Einzelne diese Dinge bearbeiten, aber dann kann man  sehr bald Kraftfelder auch direkt bearbeiten. Wenn ein kollektives Kraftfeld schon  ein bisschen aufgeweicht ist, dann kann man es mit Konzentration von aussen zu heilen beginnen.  

(Silvie erzählte noch ein bisschen von ihrer Arbeit, dann waren die Fragen bald zu Ende.)

 

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ein tieferes Verständnis zum neuen Emotionalkörper könnt ihr euch im "Vortrag"

„Mein Herz ist rein – oder?“  

Wie man den neuen Emotionalkörper startet


vom Februar 2008 holen unter der Direktquelle:

www.silvie-katz.de/Silvie_Katz/Tio_2008/Februar08/02_Herz_rein_kor.doc