oder  n i c h t ?

 

Bewertungen, Grundlage des Lebens

eine Betrachtung von Fritz Henke

www.Lichtpyramide.de

 

 

Viele von uns vertreten die Meinung, dass sie nicht bewerten sollen. Ihnen ist oftmals nicht bewusst, dass sie dadurch bewertet haben. Sie bewerten eine Bewertung als etwas Negatives. Warum? Warum trägt eine Bewertung immer noch den Beigeschmack in sich, etwas Schlechtes zu sein? Sie ist eine Bewertung, nicht mehr. Sie kann eine positive Bewertung sein oder eine negative. Eine Bewertung ist in ihrem Ursprung neutral.

 

Dient nicht die Bewertung als Entscheidungshilfe? So kann ein Weg als schön bewertet werden oder eine Pflanze als schlecht. Menschen bewerten nun einmal alles und wirklich alles bewusst oder unbewusst, um dadurch ihren Standpunkt zu definieren, ihn zu finden. Ob es nun ein Essen ist oder ein Auto, ein Haus oder unsere Kleidung, die wir tragen, alles unterliegt der Bewertung des Einzelnen. Das wunderbare Essen muss nicht jedem schmecken. Das tolle Auto und schöne Haus wird nicht jedem gefallen, ebenso die gute Kleidung, die der Einzelne trägt und die für ihn einen Stellenwert hat, nur für ihn ganz alleine. Etwas Persönlicheres kann es also nicht geben als die individuelle Bewertung von einer individuellen Persönlichkeit. Na, glauben Sie immer noch, dass eine Bewertung etwas Schlechtes ist?

 

Und dennoch gibt es einen Unterschied, den wir Menschen machen. Es ist die Bewertung eines Menschen. Diese hat eine ganz andere Qualität. Hier geht es nicht mehr darum, etwas zu unterscheiden. Hier geht es der irdischen Persönlichkeit darum, sich zu profilieren, besser abzuschneiden und besser dazustehen als die anderen Persönlichkeiten. Es geht hier nicht mehr um die Sache, um ein Verhalten oder Auftreten, sondern um den Menschen, um die Person. Der Mensch ist schlecht, wenn er so denkt, wenn er diese oder jene Vorlieben hat oder anders aussieht. Und weil dem so ist, ist der Wert eines Menschen bewertet worden, nicht sein Handeln. Ist nicht jeder Mensch gleich wertvoll, weil er aus der gleichen Quelle stammt? Die Auswirkungen der Bewertung einer Persönlichkeit sind in unseren Konkurrenzstrukturen und der sogenannten Ellenbogengesellschaft zu sehen. Die Persönlichkeit, die ein Mensch gewählt hat, ist ihm somit dienlich, um seine ihm eigene Rolle und Aufgabe bestmöglich zu spielen und auszuüben. Das, was wir an einem Menschen kennen, sind nur seine Verhaltensmuster.

 

Schauen wir einmal was geschieht, wenn uns eine fremde Person begegnet. Wird sie nicht kontinuierlich, für uns meist unbewusst, abgerastert und verglichen? Doch womit vergleichen wir diese für uns fremde Person? Sind es Merkmale, die wir in sympathisch oder unsympathisch einordnen oder Erfahrungen, die wir mit anderen Menschen erlebten? Es könnten auch Prägungen sein, die wir gehört, gelesen oder beobachtet haben. Doch eins ist sicher, alles trägt zu unserem Raster bei, dem Bild, welches wir in uns tragen. Dieses Bild enthält emotionale Aspekte, die eine Bewertung der äußeren Erscheinung zulassen. Stimmt die Körperform mit meiner Vorstellung von schön überein, so empfinde ich diesen Menschen als angenehm und sympathisch. Wie klingt die Stimme? Entspricht sie mir, meiner individuellen Bewertung, so hat die noch fremde Person einen weiteren Vorteil. Mein inneres Bild, wie ein Mensch zu sein hat, trägt aber auch mentale Glaubensmuster und Überzeugungen, die unserer Logik entstammen. Wie ist der Mensch gekleidet, ist sein Auftreten korrekt, macht er einen guten Eindruck? So laufen permanent zwei Filme übereinander, die abgeglichen werden. Und das, was wir sehen, entscheidet darüber, ob wir uns näher auf diese Person einlassen möchten.

 

Ich muss nicht erwähnen, dass das Bild, welches wir von einem strebsamen, intelligenten, schönen Menschen in uns tragen, etwas mit uns zu tun hat. Es ist somit der Maßstab, den wir an uns anlegen, dem andere Menschen entsprechen müssen. Beginnen wir damit, uns weniger zu verurteilen und zu bewerten, so nimmt auch die Beurteilung und Bewertung unserer Mitmenschen ab. Vielleicht beginnen wir, uns zu akzeptieren und anzunehmen als ein Individuum. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen. Nicht ohne Grund gibt es so eine Sortenvielfalt auf unserem Planeten. Die Schöpfung muss sich etwas dabei gedacht haben, 6 Milliarden verschiedene Menschen zu schaffen. Vielleicht hat sie nicht damit gerechnet, dass die meisten von ihnen anders sein wollen, als sie sind.

 

So standen in den unterschiedlichen Zeitetappen unterschiedliche Grundtendenzen von Positiv und Negativ im Vordergrund. Trends und Tendenzen werden gesteuert von Menschen und dennoch wiederholen sie sich in unterschiedlichen Zyklen immer wieder aufs Neue. Formen, Farben und Mode sind nicht wirklich ständig und unbegrenzt neu zu erfinden. Ich meine sogar, dass alles recht begrenzt ist auf unserem Planeten. So können wir lediglich mit dem arbeiten, was uns unser Planet an Rohstoffen zur Verfügung stellt. Wir können Anteile unterschiedlich mischen und die Zusammensetzungen verändern. Wir können extrahieren, isolieren und potenzieren und erhalten unterschiedliche Resultate. Diese sind wiederum in natürlich, naturidentisch, synthetisch oder chemisch einzuteilen, doch etwas wirklich Neues wurde dabei nicht erschaffen. Das Spektrum der Farben ist von weiß bis schwarz begrenzt. Die Anzahl unserer Buchstaben, mit denen wir alle Wörter ausdrücken können, ist bei uns in Deutschland dreißig. Alle Melodien, die von Menschen geschrieben wurden und auf unserem Planeten erklungen sind, bestehen aus 9 Tönen, die in unzähligen Varianten kombiniert werden können.

 

Vielleicht ist es gerade diese Begrenzung, die uns bewerten lässt. Schließlich ist unser Leben auch nur eine Zeitspanne. Also sind wir alle über eine begrenzte Zeit Gast auf dieser wundervollen Erde. Einige Wörter dieses letzten Satzes werden sicherlich in die Bewertung fallen. Ich vermute, es gibt einige von Ihnen, die eine begrenzte Zeit nicht akzeptieren möchten, denen es wichtig ist, ewig zu leben. Andere sehen sich nicht als Gast auf unserem Planeten, sondern vielleicht als strafversetzt, um Karma abzuarbeiten. Auch wird eine nicht kleine Gemeinschaft unseren Planeten nicht als wundervoll bezeichnen können. Gründe, das Leben auf unserem wunderbaren Planeten als gefährlich zu bewerten, gibt es genug. Und alle Konzepte sind schlüssig und stimmig, auch wenn sie nicht der Realität entsprechen. Sie entsprechen aber auf jeden Fall unseren Ängsten und Sorgen.

 

Hier wird deutlich, dass wir unser Vertrauen, unser Selbstvertrauen oder Gottvertrauen für etwas Wichtigeres geopfert haben. Diese Wichtigkeit befindet sich in der irdischen Persönlichkeit. Ihr ist es wichtig, sich zu unterscheiden, zu profilieren und aufzuwerten. Alles Attribute unseres EGOS, welches sich mit der Dualität auseinandersetzt und Bewertungen braucht für sein Überleben. So sind Bewertungen wie auch Verhaltensregeln oder die Wahl eines freien Glaubens dem irdischen Bewusstsein sehr wichtig. Freiheit ist für unser EGO kein Gefühl sondern die Befriedigung eigener Wichtigkeiten und Grundbedürfnisse. Sind die Grundbedürfnisse nach Nahrung, Wohnung, Strom und Wasser und ganz wichtig finanzieller Absicherung befriedigt, ist das Leben aus Sicht der irdischen Persönlichkeit wunderbar. Geraten diese Grundbedürfnisse ins Wanken, so wurde auch schon mal Krieg geführt. Die persönlichen Wichtigkeiten sind Statusdenken gleich Job, Auto, Partner, Haus und auch Sexualität.   

   

So bildet unser Statusdenken die Grundlage bei der Beurteilung von Produkten. Glaubensätze wie: ”Da zahle ich doch nur den Namen, oder ein billiges Produkt taugt nichts”, treten an die Oberfläche. So kann es sein, dass ein billiges oder hochpreisiges Produkt zu uns kommen möchte und durch unsere Überzeugung blockiert wird. Nun kaufen wir ja nicht nur ein Produkt ein, auch wenn wir das denken. Oftmals wählen wir bestimmte Läden aus, um einzukaufen. Demnach sind Geschäfte, in denen eine menschlich orientierte Ausrichtung vorranig ist und sich die Mitarbeiter wohl fühlen, im Vorteil. Für unser irdisches Bewusstsein sind auch Farben, Materialien und die Ausleuchtung des Geschäfts wichtig. Auch hier läuft unbewusst das ganze Programm der Bewertungen ab. Der Ursprung eines Produktes ist immer ein menschliches Bewusstsein. Somit kaufen wir auch immer ein Stückchen, einen Funken der Freude des Erfinders und des Herstellers ein. In der Quintessenz ist es jedoch die bedingungslose Liebe, die bei der Herstellung von Produkten einfließt. Der Glaube und die Überzeugung an das Gefertigte, welche mit der Bezahlung ausgeglichen wird. So wird sich unser Bewusstsein zur Materie ändern. Wir nutzen sie und erfreuen uns an ihr, wir besitzen sie nicht mehr, um unseren Selbstwert nach außen zu tragen oder Versorgungsängste abzusichern. Denn was nützt mir ein Diamant, wenn niemand das Geld hat, ihn zu kaufen? Es könnte sein, dass ich ihn für ein Glas Wasser abgebe, um mein Leben zu erhalten. Dann hat er mir das Leben gerettet. Seht den wahren Wert, nicht den materiellen.

 

Ist es möglich, ohne Bewertungen zu leben, werden sich einige von Ihnen fragen? In der Welt der Tiere scheint es besser zu klappen. Das Denken der Tiere ist zwar nicht mit dem unsrigen zu vergleichen, doch auch Tiere denken. Sie berechnen und kalkulieren bei der Jagd. Dies geschieht aber eher intuitiv. Es wird aus dem Augenblick heraus gehandelt und umgesetzt. Einige Tierarten fertigen Werkzeuge an. Diese Werkzeuge werden niemals gegen andere Tiere eingesetzt, sondern dienen unter anderem zum Öffnen von Früchten. In der Tierwelt gibt es hervorragende Baumeister, die im Erdbau und hoch in den Wipfeln der Bäume tätig sind. Doch sind sie zu „blöd“ um Konstruktionspläne zu entwerfen. Tiere stecken sich Reviere ab, die sie verteidigen, doch kämen sie nie auf die Idee, Grundstücke zu verkaufen. Und damit sind wir schon beim Menschen angekommen.

 

Das Denken des Menschen ist sehr viel komplexer, aber gerade dadurch massiv manipulierbar. So begannen einst unsere Vorfahren damit, Werte zu übermitteln. Damals genügte es noch aufzuzeigen, wo die Feinde waren und schon hatte man Glück, wenn man bei den Guten war. Nur komisch, dass auf der Gegenseite das Spiel ganz anders aussah. So oder ähnlich stelle ich mir die Gründung unseres dualen Denkens vor. Die Menschen sind stolz auf ihr logisches Denken und wetteifern sogar darum. Die Werte haben sich im Laufe der Zeit verändert und etwas Neues kam hinzu. Moral hieß das neue Wort. Es gab also Wert - und Moralvorstellungen, die bis in die heutige Zeit weiter perfektioniert wurden. Damit sie auch eingehalten werden braucht es Regeln und Vorschriften in Form von Gesetzen und Paragrafen. Heute blickt da zwar, und hier wird es tierisch, kein Schwein mehr durch, doch die Regeln und Vorschriften, gleich Paragrafen, sind ja auch für Menschen gemacht und die sind halt intelligent genug, um sie zu umgehen. Ich möchte diesen kleinen Ausflug nicht überstrapazieren, doch er zeigt auf, warum wir jetzt da stehen, wo wir sind.

 

Im Gegensatz zu den Tieren hat sich der Mensch nicht nur zu einem Einzelindividuum, sondern auch zu einem Einzelkämpfer entwickelt. Dies führte zu Anpassungsschwierigkeiten. Die Anpassungsfähigkeit an die Natur, wie sie bei vielen Tieren funktioniert, ist uns Menschen zu einem großen Teil verloren gegangen. So mag es sein, dass der Mensch, der lange diskutiert, philosophiert, Hochrechnungen konzipiert und Verantwortliche sucht bis er handelt, nicht mehr im Stande ist, seinem Inneren zu folgen, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Und schon wird begonnen darüber nachzudenken, mit Hightech unser Überleben zu sichern. So hat sich der Mensch nicht nur die Erde untertan gemacht, sondern verlangt von ihr, das die Jahreszeiten, Temperaturen und Niederschlagsmengen seinem Kalender entsprechen müssen. 

 

Der Mensch hat sich unmerklich herausgelöst aus dem Verbund einer Gemeinschaft und einzelne Gruppen gebildet,  die für sich neue Werte fanden und die Moral manchmal anders sahen. So sieht das Mittelalter heute modern aus. Aus den einstigen Burgen, in denen reiche Adelige sich sicher fühlen konnten, sind heute herrschaftliche Häuser mit Videoüberwachung und Alarmanlage geworden. Die Ritter hoch zu Ross findet man heute in gepanzerten Fahrzeugen mit ihren Repräsentanten. Knechtschaft ist auch heute kein Fremdwort. Zu finden ist sie an so manchem Arbeitsplatz. Auch sehen sich einige Bürger unseres Landes als Knechte oder Sklaven ihrer Volksvertreter der Regierung, denn auch das Steuersystem hatte schon im Mittelalter einen festen Platz gehabt. Auch findet man die Sklaven der Zeit. Andere sind zu Sklaven der technischen Entwicklung geworden, die sich zu überschlagen beginnt. Spionage hat sich ihren Platz bis in die heutige Zeit erhalten, nur wird sie heute mit den Möglichkeiten der Technik umgesetzt. Ja, auch moderne Verließe gibt es, sogenannte Hochsicherheitsgefängnisse. Na, und wer glaubt schon, dass das Köpfen, Hängen und Erschießen der Vergangenheit angehört?

 

So hat sich also nur das Bühnenbild verändert. Die Akteure und Schauspieler sehen heute anders aus. Ihre Rollen sind modern geworden aber nicht neu. Doch gibt es eine ganz gravierende Veränderung, die sich langsam, fast unmerklich, eingeschlichen hat. Es ist  der Fortschritt, der nur in die materielle Welt und in technische Perfektion im Außen gelenkt wurde. Viele Menschen und auch Länder, darunter auch China, Japan und Indien, die einst als Vorbild für eine religiöse und esoterische Bewegung dienten, haben sich im Materiellen verloren und stehen in Konkurrenz zueinander. Heute sehen wir die Auswirkungen, auch wenn wir sie noch nicht wirklich überblicken können. Doch wie schaut es aus mit der Zufriedenheit von uns Menschen? Bei den technischen Möglichkeiten, die wir heute nutzen können, müssten wir doch sehr zufrieden sein, oder? Hat sich im Laufe der Generationen wirklich etwas verändert?

 

Wozu war unsere Entwicklung dienlich? Ich glaube, der technische Wohlstand hat uns nicht wirklich zufriedener werden lassen. Viele Menschen fühlen sich nicht wertvoll oder glauben nicht richtig zu sein, weil sie den irdischen Kriterien nicht entsprechen. Hier sehen wir die Auswirkung unserer Wert- und Moralvorstellungen. Minderwertigkeit ist ein Gefühl, welches bewusst und unbewusst nach Orientierung und Ausrichtung sucht und nach etwas Höherem, Absolutem strebt. Dieses Gefühl wird in der äußeren Welt kompensiert durch Konsum. Durch das Einschließen unserer inneren Kraft braucht es als Ausgleich die äußere Kraft, die sich in Überheblichkeit und Gewalt zeigt. Der innere Mangel braucht als Ausgleich die äußere Materie und damit verbunden Geld, um sich ein wenig wertvoll zu fühlen, auch wenn dies nur von kurzer Dauer ist.

 

Noch ist die Angst, etwas zu verändern, größer, als der Mut, die eigene Kraft langsam zu aktivieren, authentisch sein Leben zu gestalten und im Einklang mit sich und der Erde zu leben. Ich sehe uns Menschen als ein Bindeglied zwischen den Welten, der geistigen und der physischen Welt. Die physische Welt ist unsere Mutter, die uns einen Raum für unser physisches Leben schenkt.

 

So wird auch das Unsichtbare, nicht Beweisbare von uns eingeteilt und bewertet. All unsere Vorstellungen und Ideale, denen wir gerne entsprechen möchten, werden in die Geistige Welt getragen. Geistige Wesen erhalten aus unserem irdischen Bewusstsein Fähigkeiten, von denen wir noch träumen. Das Verständnis von einer Welt jenseits der unseren hat somit viele Parallelen. Die Wesenheiten werden eingeteilt in Hierachien. Wir ordnen ihnen Aufgaben zu und oftmals auch Partner. Geistige Wesen erhalten Charaktereigenschaften und sogar Gesichter. Doch auch all das, was wir niemals sein wollen, findet in der Geistigen Welt einen Platz. Es ist das Schattenreich der Dämonen. So ist es uns gelungen, die Geistige Welt in gut und schlecht einzuteilen und beide Seiten haben ihren König.

 

Ich glaube, mit unserem eingeschränkten Bewusstsein ist es nicht möglich, so etwas wie eine Geistige Welt zu verstehen, doch wird sie für viele von uns zu einem Ideal. Stimmt es nicht nachdenklich, dass all die religiösen Führer und Propheten, die auf der Erde gelebt haben und um die sich später eine Gemeinschaft und eine Religion bildete, selber nicht dieser Religion und Kirche angehörten? Vielleicht entsprachen sie einfach einem Idealbild von uns Menschen, die sie zu Heiligen werden ließen. Vielleicht waren diese Menschen und Heilige einfach Menschen, die uns zeigten, was möglich ist, wenn die innere Kraft entwickelt ist und ein Mensch authentisch sein Leben außerhalb gesellschaftlicher Normen lebt. Es wird doch übermittelt, dass keiner von ihnen Angst vor dem Tod hatte. So sehe ich das Zusammenwirken zwischen den Welten als einen unendlichen Schöpfungsakt, indem wir auf allen Ebenen bewusst und unbewusst mitspielen und deren Auswirkungen wir spüren. So erschafft sich alles aus dem Nichtsichtbaren und alle Materie wird irgendwann wieder unsichtbar. Der Mensch als Bindeglied erschafft in der Materie und auf den Geistigen Ebenen. So fließen in unserem Schöpfungsakt auch eigene Bewertungen unbewusst und bewusst mit ein, die später in der äußeren Manifestation sichtbar werden.

 

Der Glaube ist  religionsunabhänig und dennoch in jedem Menschen aktiv. Glaube ist der Horizont der Hoffnung, der ein tieferes Verstehen, welches über die Logik unseres Denkens hinausgeht, ermöglicht. Er trägt ein Gefühl des Möglichen in sich, welches die eigene Kraft erweckt.

 

Die Wahrheit ist genauso wenig festgeschrieben wie der Glaube. Sie zeigt das Verständnis der äußeren Realität an und entspricht dem eigenen Bewusstsein. Glaube und Wahrheit zeigen die eigene Individualität und drücken sich in der Welt des Einzelnen aus. Jeder Mensch kann frei und uneingeschränkt an das glauben, woran er glauben möchte und was ihm hilfreich und dienlich ist, um seine eigene Wahrheit zu finden. Seine Wahrheit ist aber nicht unbedingt die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit entspricht all den Wahrheiten, die auf der Erde ihren Platz gefunden haben und letzentlich aus dem freien Geist entstammt. Es ist der Stoff der alles bewertungsfrei trägt und verbindet.

 

Autor: Fritz Henke

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